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Politik - Klagenfurt
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FPÖ fordert:

„Man sollte einfach alle Pfleger und Therapeuten testen“

Klagenfurt – Die FPÖ sieht eine große Problematik darin, dass derzeit gewisse Behandlungen durch beispielsweise Logopäden nicht durchgeführt werden können. ,,Man sollte einfach alle testen'', so ein Lösungsvorschlag der FPÖ. Im Bereich der mobilen Pflegekräfte fordert das Team Kärnten eine Ausweitung der Tests.

 4 Minuten Lesezeit (506 Wörter) | Änderung am 19.04.2020 - 13.11 Uhr

Die FPÖ bezieht sich auf die Aussagen einer Kärntner Logopädin gegenüber dem Infodienst ,,Addendum“. Sie fordern, dass das Pflegepersonal und Therapeuten getestet werden müssen, damit sie wieder ihrer Arbeit nachgehen könnten. Auch Team Kärnten fordert mehr Testungen. Hierbei geht es aber mehr um den mobilen Pflegedienst.

FPÖ bezieht sich auf Aussage einer Logopädin

In einer Stellungnahme zum Infodienst „Addendum“ soll die Kärntner Akademikerin Daniela L. die Vermutung geäußert haben, dass Patienten mit Schlaganfällen, Kehlkopfkrebs oder Multipler Sklerose wegen fehlender Schlucktherapien zu Tode kommen. Auf diese Aussagen bezieht sich die FPÖ in ihrer Forderung.

Für die Kärntner Logopädin sei es, laut FPÖ, inakzeptabel, dass die Gesundheitsbehörden beim Abriegeln der Pflegeheime wegen des Corona-Virus nicht bedacht haben, dass trotzdem lebensrettende Therapien für die Bewohner weiter ermöglicht werden müssen. Sie soll sich außerdem gegenüber ,,Addendum“ darüber beklagt haben, dass ihre entsprechenden Warnungen an die Gesundheitsbehörde unbeantwortet blieben.

,,Das Land tut nichts“

„Zuwenig durchdachte Maßnahmen in der Corona-Krisenbewältigung führen möglicherweise zu Todesopfern. Es besteht die begründete Befürchtung, dass derzeit Pflegebedürftige nicht an Corona, sondern an schlechtem Krisenmanagement sterben“, erklärt der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Gernot Darmann mit Hinweis auf erschütternde Aussagen einer Kärntner Logopädin.

Eine Lösung wäre aus Sicht der FPÖ so einfach: „Man muss die Logopäden nur auf Corona testen, um sicher zu sein, dass sie den Virus nicht in ein Heim tragen. Aber das Land tut das nicht. Es nimmt lieber in Kauf, dass Pflegebedürftige eine lebensnotwendige,- und lebensverlängernde Therapie nicht erhalten“, so Darmann. Er fordert die SPÖ-Sozial- und Gesundheitslandesrätin LHStv. Beate Prettner auf, zu handeln. Er gehe auch davon aus, dass die Staatsanwaltschaft prüfen würde, ob durch die Verhinderung von Therapien Heimbewohner zu Tode kamen.

Team Kärnten fordert Testung auch im mobilen Pflegedienst

Der besonders sensible Bereich der Altenpflege und Betreuung brauche laut Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer verstärkte Aufmerksamkeit, was Coronatests betrifft: „Wir fordern ganz klar, dass nicht nur in Alten- und Seniorenwohnheimen getestet wird, sondern diese Tests auch auf mobile Pflegedienste und 24-Stunden-Betreuer auszuweiten“ Das sei aus der Sicht Köfers deshalb wichtig, weil die überwiegende Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen gar nicht in Heimen, sondern in privaten Wohnumgebungen bzw. zu Hause gepflegt oder betreut werden: ,,Es braucht diese flächendeckenden Tests daher nicht nur im stationären Bereich, sondern gerade auch beim mobilen Pflege- bzw. Betreuungspersonal, die sich um viele unterschiedliche Pfleglinge kümmern“, so Köfer.

Für Köfer sei es unverständlich, dass beispielsweise eingeflogene Erntehelfer und eventuell zukünftig sogar Profifußballer systematisch getestet werden, dieses wichtige Personal im Alten- und Seniorenbereich aber nicht. Ganz besonders dringend ist für Köfer, dass auch die Kräfte der mobilen Dienste über die notwendige Schutzausrüstung und das in ausreichender Stückzahl sowie Qualität verfügen: „Hierbei geht es um Selbst- und Fremdschutz.“

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