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Wirtschaft - Villach
© Villacherkirchtag.at

Bürgermeister fordert Entschädigung

Kirchtags-Absage: 50 Millionen Euro Verlust für die Wirtschaft

Villach – Bürgermeister Günther Albel nimmt die von der Bundesregierung verordnete Absage des Villacher Kirchtags grundsätzlich „mit Verständnis“ zur Kenntnis. Die Gesundheit der Menschen sei das wichtigste Gut, sagt Albel. Unabhängig davon sei es nun Aufgabe der Bundesregierung, die Villacher Wirtschaft für den Entfall des zweitgrößten Festes Österreichs (nach dem Donauinselfest) zu entschädigen, meint er.

 2 Minuten Lesezeit (286 Wörter) | Änderung am 20.04.2020 - 14.20 Uhr

Mit mehr als 400.000 Besucherinnen und Besuchern sowie Umsätzen alleine am Festgelände von mehr als 39 Millionen Euro sei der Villacher Kirchtag für unzählige regionale Unternehmerinnen und Unternehmer der größte Umsatz- und Gewinnbringer des Jahres. „In dieser Summe sind die Hotellerie und der Handel mit seinen enormen Trachtenverkäufen noch gar nicht mitgerechnet. Wir gehen von einem Gesamtumsatz in der Höhe von rund 50 Millionen Euro aus“, sagt Albel.

 „Kirchtagsentfall muss kompensiert werden“

Der Impuls des Villacher Kirchtags sei damit für die Wirtschaft der Stadt unverzichtbar. Seine verlässliche, jährliche Abhaltung seit 1948 habe der Unternehmerschaft zudem stets ein hohes Maß an Planbarkeit gewährt. Viele Betriebe würden ohne Kirchtag in schwerste wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Albel: „Als Bürgermeister der Stadt Villach fordere ich die Bundesregierung auf, regionale Besonderheiten bei den nun unverzichtbaren finanziellen Kompensationen zu berücksichtigen.“

Die Streichung eines der – in Relation zur Einwohnerzahl – größten Volksfeste Europas habe überproportionale Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft. Albels Forderung: „Die Bewältigung der Corona-Krise durch die Bundesregierung muss Gesundheits- und Wirtschaftsaspekte vereinen. Der Entfall des Villacher Kirchtags muss kompensiert werden.“

„Der Kirchtag 2021 wird etwas ganz Besonderes“

Auch Johann Presslinger, Vorstand der Kirchtags GmbH, hat sich zum Entfall geäußert. „Feste und Veranstaltungen – wie der Villacher Kirchtag – sind neben deren gesellschaftlichen Relevanz zwar ein ganz wichtiger Wirtschaftsmotor, die Gesundheit hat allerdings gegenüber allen diesen Dingen absolute Priorität“, erklärt er. „Dennoch, eines ist aber zu 100 Prozent gewiss: Österreichs herzlichstes und schönstes Brauchtumsfest, der 77. Villacher Kirchtag 2021, wird nach dieser Krise in die Geschichte als ganz außergewöhnliches Fest der Volkskultur, des Brauchtums und des Miteinanders eingehen und für immer unvergessen bleiben“, ist Presslinger überzeugt.

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