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Wirtschaft - Villach
© TAF-AUTOHANDEL

Der Teufelskreis "Coronakrise"

Covid-19 trifft die Autobranche hart: „Autohändler werden die Krise kaum überleben“

Villach – Die Coronakrise bedeutet für viele Menschen vor allem eines: Angst. Angst vor einer Ansteckung, Angst vor Einsamkeit aber vor allem auch Angst um die eigene Existenz. Vor allem berufliche Einschränkungen sind es, die für viele Menschen ernste Folgen bedeuten. Für den freien Autohändler Gerald Taferner vom TAF-Autohandel in Villach brachte die Krise Ungewissheit, Entlassungen von mehr als der Hälfte seiner Belegschaft und eine Verkaufsflaute mit sich.

 3 Minuten Lesezeit (453 Wörter)

„Der Autohandel ist momentan fast zum Erliegen gekommen. Das Virus hat die Branche hart getroffen“, so Gerald Taferner. TAF-RENT und TAF-SERVICE bieten normalerweise ein großes Sortiment an unterschiedlichen Waren und Serviceleistungen an. Vom Autohandel über eine Lackiererei und Spenglerei bis hin zum Abschleppdienst, zum eigenen Café (TAF-IN) und vielen weiteren Dienstleistungen, stellt TAF ein breites Sortiment zur Verfügung. Vor allem der Autohandel ist es derzeit jedoch, der Geschäftsführer Gerald Taferner Sorgen bereitet.

Autohandel stark betroffen

Durch die Coronakrise haben viele Menschen ihre Arbeit verloren. Die steigende Arbeitslosigkeit verringert die Kaufkraft der Menschen und die meisten überlegen es sich zwei Mal, bevor sie sich für einen Kauf entschließen. Vor allem Betriebe, die sich auf Luxusgüter wie zum Beispiel Autos spezialisiert haben, gehen derzeit daher oft leer aus. Es ist jedoch nicht nur die fehlende Kaufkraft, die den Autohandel gegenwärtig belastet. „Die großen Werke stehen alle still. Das heißt, ich kann meinen Kunden teilweise gar keinen genauen Termin nennen, wann ihr Auto überhaupt produziert werden kann“, erzählt Taferner.

Mitarbeiter: Drei Viertel wurden entlassen

Gerald Taferner musste insgesamt 15 Mitarbeiter entlassen, was 75 Prozent seiner gesamten Mannschaft ausmacht. Seinen Schauraum darf er ebenfalls nicht öffnen, da dieser größer als 400 Quadratmeter ist. Trotzdem ist er der Meinung, dass es Betriebe in der Autobranche gibt, die derzeit noch viel schlimmer dran sind. „Dadurch, dass wir mehrere Gewerbebranchen haben, trifft es uns nicht ganz so hart. Autohändler, die ausschließlich vom Autohandel leben, werden kaum überleben“, so Taferner. Auch die Kauflust der Leute sei im Moment einfach nicht vorhanden unter anderem auch deshalb, weil das Einkaufen mit Maske eben nur halb so viel Freude bereitet. „Wer momentan nicht unbedingt ein Auto braucht, der wird auch keines kaufen“, erklärt Taferner abschließend.

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Für den freien Autohändler Gerald Taferner vom TAF-Autohandel in Villach brachte die Krise Ungewissheit und Entlassungen mit sich.

Für den freien Autohändler Gerald Taferner vom TAF-Autohandel in Villach brachte die Krise Ungewissheit und Entlassungen mit sich. - © KK

,,Fahrzeughandel fällt durch den Rost“

Auch laut der WKO trifft die Corona-Krise den Fahrzeughandel mit voller Wucht. „Mehr als 80 Prozent der Händler bewerten die Frequenz in den Schauräumen und die Neugeschäftsentwicklung schlecht oder eher schlecht. Das ist für eine Branche mit geringen Margen und niedrigen Eigenkapitalquoten existenzbedrohend“, warnt Hubert Aichlseder, Gremialobmann des Kärntner Fahrzeughandels. Der Corona-Hilfsfonds zur unterstützenden Deckung von Fixkosten greift nicht. „Hier wird ein Wertverlust von mindestens 50 Prozent vorausgesetzt. Der Fahrzeughandel fällt somit trotz desaströser absoluter Zahlen durch den Rost. Betriebe und Arbeitsplätze sind akut gefährdet“, unterstreicht Aichlseder. Von Mitte März bis Mitte Juli sollen, laut WKO, für Österreichs Fahrzeughändler Mehrbelastungen in Höhe von 219 Millionen Euro anfallen.

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