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Aktuell - Kärnten
© Bettina Nikolic

Das Wichtigste in 5 Minuten

Covid-19: Ein Überblick zur aktuellen Situation

Kärnten – Täglich gibt es zahlreiche Neuigkeiten zur aktuellen Covid-19 Situation in Kärnten. Wir haben das Wichtigste kurz und knapp für euch zusammengefasst.

 6 Minuten Lesezeit (822 Wörter)

In Österreich gibt es derzeit 15.188 Personen, die jemals mit dem Coronavirus infiziert waren. 2.401 davon sind aktuell noch erkrankt. Das sind um 108 weniger als gestern. In Kärnten sind derzeit noch 28 Personen aktiv infiziert. 364 Kärntner sind bereits wieder gesund. (Stand 26. April 2020, 20 Uhr)

364 Kärntner wieder gesund

Kärnten hat die geringste Zahl an aktiv Infizierten in ganz Österreich. Derzeit gelten hier „nur“ noch 28 Personen als aktiv erkrankt. Davon befinden sich derzeit 12 Infizierte im Krankenhaus und 6 davon auf der Intensivstation. Verstorben sind in Kärnten bisher 12 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es wurden insgesamt 9.036 Proben abgenommen.

Jemals positiv getestete Fälle auf die Kärntner Bezirke aufgeteilt

Feldkirchen: 15

Hermagor: 5

Klagenfurt Land: 43

Klagenfurt Stadt: 87

St. Veit: 50

Spittal: 41

Villach Land: 48

Villach Stadt: 20

Völkermarkt: 53

Wolfsberg: 42

Stand: 26. April, 20 Uhr

Reproduktionszahl stabil

Die aktuelle Werte der AGES und TU Graz zeigen eine effektive Reproduktionszahl. Diese gibt an wie viele Menschen eine coronainfizierte Person ansteckt. Den Berechnungen zufolge würde derzeit ein Coronakranker 0,63 Personen anstecken. Die Berechnungen erstrecken sich über einen Zeitraum von 9. bis 21. April 2020. Die Werte sind also stabil.

Kaiser kritisiert Hilfspaket der Regierung

Das Hilfspaket der Regierung in Höhe von 38 Milliarden Euro sei laut Landeshauptmann Peter Kaiser zu wenig. Der Bedarf wird seiner Meinung nach steigen. Er schlägt als Hilfe für die Gemeinden vor, den Finanzausgleich auf zwei Jahre fortzuschreiben.

Auch ein Kärntner Team erforscht das Virus

Erfreuliche Nachrichten: Nach Ende der ersten Einreichfrist für den „Corona Emergency Call“ hat die österreichische Bundesregierung eine zufriedene Zwischenbilanz gezogen. In dem nationalen Förderprogramm zur Erforschung des Coronavirus wurden bisher 16 von insgesamt 26 Millionen Euro für vorerst 24 Projekte vergeben. Unter den Projekten ist auch eines aus Kärnten. Neben der Erforschung von Medikamenten, dem Forschen nach Impfstoffen oder Antikörpertests werden u.a. auch Projekte zur Herstellung von 3-D-Produkten aus Kunststoff mit anti-viraler Beschichtung oder eines zu einem kostengünstigen Beatmungsgerät im 3D-Druck-Baukastensystem unterstützt.

Italien-Urlaub in weiter Ferne

Zum Thema Grenzöffnungen ist Landeshauptmann Peter Kaiser der Meinung, dass man bisher nur Abwägung und Expertise anstellen könne. Eine baldige Grenzöffnung nach Italien sieht er nicht. Man müsse sich nicht nur kontinental, sondern auch global abstimmen und gemeinsam Entscheidungen treffen. In der Krise war Kärnten immer mit Italien in Verbindung. ,,Man muss die Gefahr einschätzen und dann abwägen. Nur aus ökonomischen Gründen wurde ich die Grenzen nicht öffnen“, so Kaiser.

Salzburg öffnet schrittweise Altenheime

In Salzburg laufen derzeit die Vorbereitungen für ein schrittweises Öffnen der Altenheime. Ab 4. Mai möchte das Land Salzburg die Besuche in Pflegeheimen wieder ermöglichen. Dazu wird es strenge Auflagen bei der Anzahl der Besucher, bei der Zeit der Besuche, den Terminvereinbarungen und den notwendigen Schutzausrüstung geben. Wichtig sei es, das Hände schütteln und Umarmen zu vermeiden.

Weltweite Coronaausbreitung besorgniserregend

Weltweit hat es in den letzten 24 Stunden 6.960 Todesfälle gegeben. Aktuell sind es in Summe weltweit offiziell 202.880 Tote (Stand: 26. April, 7 Uhr). In Europa sind derzeit 122.918 Tote zu verzeichnen. Italien, Spanien, Frankreich und Belgien beklagen die meisten Toten. In Großbritannien wurden 815 Tote in den letzten 24 Stunden gemeldet, insgesamt sind dort bereits 20.381 Menschen verstorben. In Österreich haben bisher 542 Menschen den Kampf gegen den Virus verloren. Davon 6 in den letzten 24 Stunden.

Ein Blick nach Italien

Ab 4. Mai gibt es in Italien eine Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen. Italien Schulen öffnen erst wieder im September. Die Bauwirtschaft, die Textilbranche und die Modeindustrie können eventuell ihre Produktionen wieder starten. Auch exportorientierte Unternehmen könnten wieder öffnen, um Lieferketten nicht zu gefährden. Allerdings gibt es moch keine Rückkehr zur vollen Bewegungsfreiheit. Bislang gibt es in Italien über 26.000 Coronatote in Italien (Stand: 25. April). Friaul lockert die Sicherheitsmaßnahmen. In Friaul zählt man bisher 263 Tote und 2.903 Infizierte. Triest und Udine verzeichnen die meisten Corona-Todesfälle.

Deutschland: Keine baldige Reisefreiheit

Heiko Maas sieht kaum eine Möglichkeit für eine baldige Reisefreiheit. Für ihn braucht Europa gemeinsame Kriterien für neue Reisefreiheit. Er spricht davon die hart erkämpften Corona-Erfolge nicht kaputt zu machen. Maas warnt: Ischgl darf sich nicht wiederholen.

Europa: Aktuelles aus anderen Ländern

Deutschland führt, ähnlich wie Österreich, die Masken-Pflicht für den öffentlichen Verkehr und das Einkaufen ein. In Ungarn gilt die Maskenpflicht ab Montag in Geschäften, Einkaufszentren, Märkten, öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis. Tschechien lässt Geschäftsreisende aus der EU für max. 72 Stunden ins Land. Die Voraussetzung dafür ist ein negativer Corona-Test. In der Schweiz dürfen Bau-, und Gartenmärkte, Friseure, Tier- und Zahnärzte, Kosmetik- und Tattoo-Studios wieder öffnen. Kroatien öffnet Geschäfte, Bibliotheken und Museen. Frankreich spricht von einer eventuellen Lockerung der Ausgangssperre mit 11. Mai.

International: Australien setzt auf Corona-App

Australien führt trotz Kritik eine Corona-App ein, die erkennen soll, ob man sich im Abstand von bis zu 1,5 Metern zu einem Coronainfizierten befunden hat. Die Nutzung basiert auf freiwilliger Basis.

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