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Wirtschaft - Klagenfurt
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Regeln schwer umsetzbar:

Wirt eines kleinen Cafés: „Wie soll ich weiter­hin überleben?“

Klagenfurt – Gastronomiebetriebe dürfen am 15. Mai 2020 wieder öffnen, doch es gelten strikte Regeln, wir haben berichtet. Zum Beispiel muss der Abstand von einem Meter zwischen den Gästen eingehalten werden und es dürfen nur vier Personen an einem Tisch sitzen. Diese Vorgaben sind für kleine Betriebe schwer umsetzbar, findet Wilhelm Graetz, der seit 11 Jahren das Café Paternioner betreibt. "Und ich bin sicher nicht der Einzige!"

 2 Minuten Lesezeit (313 Wörter)

Das Café Paternioner am Völkermarkter Ring 7 bietet Platz für 30-35 Personen. „Meine Gäste halten sich überwiegend an der Theke auf“, so Inhaber Wilhelm Graetz im 5 Minuten Interview. „Ich habe nicht mal so viele Tische, weil ich nur ein kleines Café habe“, beschwert sich der Wirt, der mit seiner Situation derzeit wohl nicht der einzige Kleinbetrieb ist.

„Wie soll ich Umsatz zurückholen?“

Graetz betreibt das Café Paternioner seit 11 Jahren in Klagenfurt. „Ich kenne viele Gastronomen, denen es ähnlich geht“, sagt er. „Die Regierung macht es sich leicht“, so Graetz. „Topf auf, alle Gastronomiebetriebe rein und Topf wieder zu. Doch das kann so nicht funktionieren. Mir und vielen anderen werden die Gäste weiterhin ausbleiben. Wie soll ich meinem Verlust, der die letzten 2 Monate ohne Umsatz entstanden ist, wieder aufholen?“

Andere Regeln für Kleinbetriebe?

„Ich würde mir wünschen, dass die Regierung für Kleinbetriebe ein paar sinnvollere Regeln beschließt, die leichter umsetzbar wären“, kritisiert Graetz. „Ich habe zwar ein paar wenige Tische und einen Gastgarten, aber an den Tischen können dann jeweils nur zwei Personen sitzen, um dem Abstand einzuhalten“, ärgert sich der Wirt. „Wie zum Teufel soll ich diese Regeln einhalten?“

„Wie soll ich überleben?“

„Ich muss von Morgens bis Abends mit einer Maske herumlaufen und das ca. 12 Stunden bei meinem reifen Alter“, regt sich Graetz auf. „Gott sei Dank muss ich das keinem Angestellten zumuten, weil ich mir keinen mehr leisten kann!“ Der Caféinhaber macht sich Sorgen um seine Zukunft. „Mein Café ist etwas außerhalb, das bedeutet, dass ich fast keine Laufkundschaft habe. Ich bin auf meine Stammleute angewiesen, die gerne zu mir kommen und das meistens spontan. Wie werde ich und auch viele andere kleine Betriebe weiterhin überleben können?“

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