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Wirtschaft - Kärnten
© Bettina Nikolic

2 Mio. Euro Werbebudget

Tourismus: „Kärnten als Urlaubsland schmackhaft machen!“

Kärnten – In einer heutigen Pressekonferenz informierten Landesrat Sebastian Schuschnig, Christian Kresse Kärnten Werbung und Spartenobmann Helmut Hinterleitner von der Wirtschaftskammer Kärnten über Aktuelles im Bereich des Tourismus. Kärnten setzt als erstes Land auf eine Bewerbung

 4 Minuten Lesezeit (558 Wörter) | Änderung am 29.04.2020 - 13.03 Uhr

Der Tourismusbereich ist eine wichtige Branche in Kärnten. In der Coronakrise ist den Hotels, Beherbergungsbetrieben, Restaurants, Fluglinien und Reiseveranstalter der gesamte Absatzmarkt abhanden gekommen. „Viele Existenzen sind bedroht. Die Branche wird noch lange Zeit von den Folgen der Krise betroffen sein“, so Landesrat Sebastian Schuschnig. Demnach gab es einen Einbruch bei den Nächtigungen von bis zu 58%.

Schrittweise Öffnung als Chance

Ein erstes positives Zeichen sei die von der Regierung ermöglichte schrittweise Öffnung der Betriebe. Demnach dürfen die Gastronomiebetriebe ab 15. Mai und die Beherbergungsbetriebe und weiteren Freizeiteinrichtungen ab 29. Mai öffnen. „Seit einigen Wochen wird intensiv an dem Neustart gearbeitet“, so Schuschnig.

2 Mio. Euro für Werbung

Konkret wurden mit der Kärnten Werbung und der Wirtschaftskammer Schritte erarbeitet, um bereits ab 1. Mai mit einer Bewerbung für das Land starten zu können und auch den Betrieben den Start zu erleichtern. Kärnten startet ab 1. Mai, so früh wie kein anderes Bundesland in die Bewerbung des Landes. Die Botschaft ist klar: Die Menschen sollen für einen Urlaub in Kärnten begeistert werden. „Wir setzen damit ein deutliches Signal für den Tourismus“, so Christian Kresse von der Kärnten Werbung. Mit 660 TV-Sports und 1.200 Radiospots soll Kärnten attraktiv beworben werden. Insgesamt werden dafür bis Juni 2 Millionen Euro aufgewendet.

Tourismus unterstützen

Zusätzlich zur geplanten Werbepakte sollen auch die Betriebe unterstützt werden. „Wir schnüren gemeinsam mit der Kärnten Werbung und der Wirtschaftskammer einen Recoveryplan, in dem wir verbindliche Handlungsanleitungen erarbeiten und den Betrieben bereitstellen. Zusätzlich wird es Online-Schulungen geben, um den Unternehmen neue Zukunftsperspektiven zu geben“, so Landesrat Schuschnig. „Wir möchten auch die Liquidität in Tourismusunternehmen sichern, die Einnahmeausfällen von 50 bis 70 % befürchten. Deswegen wird die Abrechnungsfrist auf 5 Jahre verlängert. Zusätzlich bündeln wir die Tourismusmittel, die dementsprechende Strategie wird angepasst um so die Weichen für die Zukunft zu stellen.“

 

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LR Sebastian Schuschnig und Christian Kresse von der Kärnten Werbung.

LR Sebastian Schuschnig und Christian Kresse von der Kärnten Werbung. - © Büro LR Schuschnig

Buchungslage für den Sommer

Aktuell mache sich bereits ein Interesse von jenen Gästen bemerkbar, die bisher nicht in Kärnten ihren Urlaub verbracht haben. „Heuer wird es keine Gewinner und Verlierer geben. Wir müssen alle an einem Strang ziehen“, so Kresse. „Es geht jetzt vielmehr um Schadensbegrenzung durch innerösterreichische Zusammenarbeit“, betont auch Schuschnig.

„Branche muss sich vorbereiten“

Spartenobmann Hinterleitner meinte, dass die klaren Signale der Bundesregierung wichtig seien, damit sich die Branche vorbereiten könne. „Sie kann sich aber nicht von heute auf morgen erholen. Und wir brauchen Sicherheit, dass wir auch über den österreichischen Markt hinaus Gastgeber sein können“, betonte er. Zudem machte er auf die Homepage www.sichere-gastfreundschaft.at der Wirtschaftskammer aufmerksam.

„2 Mio. anders nutzen“

Kritik kommt unterdessen von FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann. „Eine umfassende Information über die Angebote ja, aber keine Werbeschlacht.“ Das wäre aus der Sicht Darmanns die richtige Strategie in der Corona-Krise. „Wo war die Kärnten Werbung in den vergangenen Jahren? Ein positives Bild über die Qualitäten Kärntens müsste in Österreich längst vorhanden sein“, so der FPÖ-Obmann. Für ihn sei es befremdlich, dass Kärnten nun mit einer solchen Werbeschlacht beginnen will. „Nutzen wir die 2 Millionen Euro lieber dafür, um unseren Tourismusbetrieben, die in einer verzweifelten Lage sind, direkt zu helfen“, appelliert Darmann.

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