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Wirtschaft - Villach
Auch Regine Swoboda vom Bastelshop VIF ZACK spürt den Nähboom.
Auch Regine Swoboda vom Bastelshop VIF ZACK spürt den Nähboom. © 5min

"Momentan herrscht ein großer Ansturm"

Heiß be­gehrte Ware: Villacher stürmen die Stoff­läden

Villach – Man sieht ihn überall: Den Mund-Nasen-Schutz. Viele Villacherinnen und Villacher greifen dafür selbst zur Nähmaschine. Gegenüber 5 Minuten bestätigt auch Friederike Schallegger-Pertl, Betreiberin von Friederike's Stoffe & Boutique, dass die Nachfrage nach Stoffen boomt.

 2 Minuten Lesezeit (328 Wörter)

Seit nunmehr elf Jahren betreibt die leidenschaftliche Damenschneiderin Friederike Schallegger-Pertl ihre Stoffboutique in der Gerbergasse. Mit der Corona-Krise erlebt sie nun einen wahren Stoff-Boom. Im Gespräch mit 5 Minuten verrät sie: „Momentan herrscht ein großer Ansturm auf Baumwollstoffe und Gummibänder.“ Grund dafür ist die Maskenpflicht. Viele Villacherinnen und Villacher greifen hier selbst zur Nähmaschine und fertigen sich ihren eigenen individuell gestalteten Mund-Nasen-Schutz an. Schallegger-Pertl: „In unserer Branche gibt es zahlreiche Möglichkeiten seine Kreativität zum Ausdruck zu bringen.“

Die Villacher greifen zu den klassischen Farben

Die Villacherinnen und Villacher tendieren allerdings lieber zu den klassischen Farben. Die Expertin erklärt: „Oft werden dunkelblaue, schwarze oder graue Stoffe gekauft.“ Auch Trachtenstoffe und Camouflage-Muster sind extrem beliebt. Bunte Farben werden hingegen nur sehr selten zum Masken nähen verwendet.

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Schallegger-Pertl bestätigt: „Momentan herrscht ein großer Ansturm auf Baumwollstoffe und Gummibänder.“

Schallegger-Pertl bestätigt: „Momentan herrscht ein großer Ansturm auf Baumwollstoffe und Gummibänder.“ - © KK

Viele Neukunden

Wie die Betreiberin der Stoffboutique berichtet, seien auch viele Neukunden mit dabei. Natürlich steht die Expertin hier auch mit Tipps und Tricks zur Seite. Hobbynäherinnen und -nähern empfiehlt sie, einen leichten Baumwollstoff zu verwenden. Auch der Gummi sollte nicht allzu breit sein. Ein Nasenbügel sei hingegen nicht unbedingt notwendig. „Der weiche Baumwollstoff formt sich auch so schön.“

Hygienevorschriften werden eingehalten

In der Boutique hält man sich natürlich an die vorgeschriebenen Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung. „Unter anderem habe ich mein Kassapult verlängert, um den Mindestabstand zu gewährleisten“, berichtet uns Schallegger-Pertl. Weiters darf immer nur jeweils ein Kunde in die Boutique. „Natürlich nur mit Schutzmaske!“, so die Betreiberin der Stoffboutique.

Auch Bastelshop spürt den Näh-Boom

Auch im Bastelshop VIF ZACK spürt man den Näh-Boom. „Wir verzeichnen einen 100 prozentigen Anstieg im Verkauf von Einziehgummi und diversen Kurzwaren“, erzählt uns die Betreiberin Regine Swoboda. Stoffe werden dort aktuell nicht verkauft. Regine stellt aber fest: „Nähen ist wieder in Mode.“

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