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Leute - Kärnten
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Hochzeit nur zu zweit

Trotz Corona: „Wir haben uns das Ja-Wort gegeben!“

Wolfsberg – Für die eigene Hochzeit wünschen sich viele Paare ein rauschendes Fest mit vielen Gästen. Die Corona-Pandemie macht jedoch einigen Paaren einen Strich durch die Rechnung. Hochzeiten dürfen nur im engsten Kreis gefeiert werden. Für einige jedoch kein Hindernis!

 4 Minuten Lesezeit (547 Wörter) | Änderung am 02.05.2020 - 20.18 Uhr

„Wir wollten unsere Hochzeit trotz Coronakrise nicht verschieben“, erzählt uns Martina Salcher. „Wir zwei wollten am 25. April ‚Ja‘ zueinander sagen, Krise hin oder her.“ Einer der Gründe, wieso Martina und ihr Roland die Trauung nicht verschoben haben war, dass die Ringe schon graviert waren und „weil ich schon seit fast 18 Jahren auf den Antrag gewartet habe.“, fügt Martina augenzwinkernd hinzu. Die Trauung war jedoch vorerst nur standesamtlich möglich und selbst da, musste das Pärchen einen Kompromiss eingehen.

Trauung nur zu zweit

„Leider waren wir sehr traurig als unser Wunsch vorerst nicht möglich war, weil das Standesamt in Klagenfurt nur Notbetrieb hatte“, erzählt uns die Frischvermählte. Ursprünglich war die standesamtliche Trauung im Weingut Lexer und Kegley in Karnburg geplant. Doch wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg und so haben die zwei Verliebten ihre Trauung ohne weitere Gäste nur im Beisein der Standesbeamtin in Wolfsberg vollzogen.

„Wir mussten allen absagen“

„Wir mussten unser großes Fest absagen und unserer Familie und Freunden absagen.“ Die große Sause mit Freunden und der Familie möchten die zwei im Herbst auf jeden Fall nachholen. „Unsere Gäste waren alle der Meinung, egal wann die Hochzeit stattfindet, sie wird sowieso ein Traum“, lächelt Martina.

Statt Hochzeitsschmaus gab es Pizza

Und wie küsst es sich jetzt mit Mundschutz? „Das können wir nicht beantworten, denn wir durften ihn zum Hochzeitskuss abnehmen“, verrät uns Martina. Nach der Trauung ging es nach Hause. Das Paar musste auf das große Fest und das feine Mahl vorerst verzichten. „So gab’s zuhause Pizza und Bier“, lacht die Gospel-Sängerin.

Großes Fest im Herbst

„Eine kirchliche Trauung ist zurzeit leider nicht möglich“, so Salcher. „Wir möchten dies aber mit Dompfarrer Peter Allmaier in der Kirche in Karnburg auf jeden Fall im Herbst nachholen. Nachdem ich mit der Gospelgruppe ‚Sound of Church‘ immer wieder in den Kirchen Kärntens und besonders auch im Dom vertreten bin, ist uns dies sehr wichtig“, erläutert uns Martina. „Wir werden uns zu den Klängen von ‚Sound of Church‘ vermählen lassen – vermutlich ohne mich als Sängerin“, sagt sie. „Denn das werde ich dann wohl doch emotional nicht schaffen.“ Sie wollen dann natürlich mit der Familie, den Beständen und engsten Freunden feiern. „Nicht groß, aber mit den wichtigsten Menschen in unserem Leben.“

„Corona hat uns noch näher zusammengebracht“

„Die Coronakrise hat uns alle so sehr mitgenommen, jeder von uns hat sein Leben um 180 Grad verändert. In diesem Moment, trotz der schlimmen Krise, zu heiraten, war für uns so besonders“, strahlt Martina. „Wir waren so viel zusammen in den letzten Wochen. Man hört bei anderen Paaren von Streit und Unzufriedenheit, von schlimmen Dingen die in Beziehungen aufgrund der fehlenden anderen sozialen Kontakte passieren. Bei uns ist das ganz anders“, sagt sie stolz. „Wir sind immer füreinander da, wir sind die besten Freunde, es gibt nichts worüber wir nicht miteinander reden können.“ Nach fast 18 Jahren aus vollster Überzeugung und Liebe ‚Ja‘ zueinander zu sagen, war für die zwei etwas ganz Besonders. „Wir wünschen euch allen das ihr auch so einen Partner findet.“

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