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Wirtschaft - Villach
In der Schusteria DER werden alle Hygienemaßnahmen vorbildlich umgesetzt. Geschäftlich steht der Betrieb vor einer großen Herausforderung.
In der Schusteria DER werden alle Hygienemaßnahmen vorbildlich umgesetzt. Geschäftlich steht der Betrieb vor einer großen Herausforderung. © KK

Stimmen aus der Innenstadt:

„Wenn der Kunde nicht kommt, haben wir keine Arbeit“

Villach – Bereits Mitte April durften kleine Betriebe wieder öffnen. Die Situation ist für die Villacher Unternehmerinnen und Unternehmer trotzdem nicht einfach. Bleiben nämlich die Kunden aus, dann fehlt auch die Arbeit. "Es ist nicht vergleichbar mit dem normalen Geschäft", erzählt uns Schusteria DER Betreiberin Sonja Der im Gespräch. Wir haben bei zwei Innenstadt Betrieben nachgefragt, wie es ihnen in den ersten zwei Eröffnungswochen erging.

 4 Minuten Lesezeit (484 Wörter)

„Zurzeit arbeiten nur mein Mann und ich. Unsere Mitarbeiter sind noch in Kurzarbeit“, schildert Schusteria DER Betreiberin Sonja Der. Die ersten beiden Eröffnungswochen waren für Inhaber und Kunden schwierig. Die Situation sei ungewohnt. „Vor allem die erste Woche war verhalten, die Kunden waren sich unsicher, wie sie sich verhalten sollen, trugen teilweise auch Handschuhe. Die Frequenz ist immer noch niedrig, da nicht alle Geschäfte geöffnet haben“, erzählt Sonja. Der jetzige Alltag im Betrieb sei mit dem normalen Geschäft nicht vergleichbar.

Mit Spuckschutz und Desinfektionsmittel ausgerüstet

In der Schusteria wurden alle nötigen Hygienemaßnahmen umgesetzt. „Wir haben einen Spuckschutz an der Theke installiert. Desinfektionsmittel ist bereitgestellt. Auch die Flächen und der Türgriff werden regelmäßig desinfiziert“, schildert die Betreiberin. 99 Prozent der Kundinnen und Kunden würden sich auch vorbildlich an die Mundschutzpflicht halten. „Manchmal vergessen die Kunden darauf, dann weisen wir sie darauf hin“, erklärt Sonja Der.

Geschäftlich steht der Betrieb vor einer großen Herausforderung. „Es ist schwer. Der Wille, unsere Mitarbeiter von der Kurzarbeit zurückzuholen, ist da. Aber zurzeit ist die Kundenfrequenz viel zu niedrig dafür. Wenn der Kunde nicht kommt, haben wir keine Arbeit“, so die Schusteria DER Betreiberin. Doch auch von den Sorgen der Kunden weiß die Unternehmerin. „Viele Geschäfte haben nur minimale Öffnungszeiten. Oft zu unterschiedlichen Zeiten. Die Leute wünschen sich einheitliche Öffnungszeiten“, erzählt Sonja.

Mundschutz aus Leder und Nieten

In der Schusteria DER werden außerdem besondere Mundbedeckungen aus Leder mit Nieten oder Lederblumen verkauft. „So können wir unseren Teil beitragen. Die Bedeckung ist wiederverwendbar. Waschen sollte man sie jedoch nicht. Zum Sterilisieren kommen sie ins Backrohr“, weiß Sonja Der.

„Die Kunden kaufen bewusster ein“

Im Mamiladen Villach sieht die Situation ähnlich aus. Doch was hier besonders auffällt, ist die treue Unterstützung der Kunden. „Das Ostergeschäft ist natürlich weg, was sehr schade ist. Doch viele Kunden kaufen nun noch bewusster ein, unterstützen uns gerne und dafür sind wir ihnen mehr als dankbar“, erzählt Mamiladen Betreiberin Christiana Glatz dankbar. Bei manchen Kunden herrsche aber noch etwas Verunsicherung. „Viele sind sich nicht sicher, ob Kinder einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Hier informieren wir aber die Eltern, dass dies erst ab dem 6. Lebensjahr notwendig ist“, erklärt Glatz. Insgesamt würden sich alle Kunden vorbildlich an die vorgeschriebenen Maßnahmen halten.

Private Shopping Termine

Passend zu der aktuellen Situation gibt es im Mamiladen die Möglichkeit, Private Shopping Termine zu vereinbaren. „Dabei ist dann nur der Kunde und ein Mamiladen Mitarbeiter im Geschäft anwesend und man kann in Ruhe und ohne Kontakt zu anderen Kunden shoppen“,erklärt Christiana Glatz. Die Termine werden zwischen 9 und 10 Uhr und 15 und 18 Uhr vergeben. Hier gibt es mehr Infos dazu. Auch ein Lieferservice wird angeboten.

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