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Wirtschaft - Villach
© Fotomontage/Pixabay/KK

Abstand beim Tanzen?

„Tanzstudios werden stief­mütterlich behandelt“

Villach – Die Wirtschaft in Kärnten fährt langsam wieder hoch. Läden haben wieder geöffnet, auch die Gastronomie sperrt bald auf. Doch wie sieht es mit den Tanzschulen aus? Wir haben uns mit Babsi Koitz, Besitzerin eines Tanzstudios, unterhalten.

 3 Minuten Lesezeit (460 Wörter)

„Seit Wochen werden wir Tanzschulen/Studios stiefmütterlich behandelt“, heißt es im Facebookposting von Babsi Koitz. Wir haben uns mit ihr unterhalten, wie sie die Krise erlebt und was sie sich momentan am meisten wünscht. „Der Fahrplan der Regierung funktioniert gut und ich unterstützte die Maßnahmen sehr“, so Koitz. „Die Tanzstudios wurden dabei aber vergessen.“

„Es fehlt eine klare Vorgabe“

„Die Mitglieder fragen sich wie es weiter gehen wird“, so Koitz, die bemängelt, dass ein offizieller, klarer Fahrplan seitens der Regierung für die Studios noch fehlt. Sie hofft, dass dies in den nächsten Tagen nachgeholt wird.  „Es stehen Existenzen am Spiel“, gibt die Tanzstudiobetreiberin zu bedenken. Viele Hochzeitspaare haben ihre Kurse bereits abgesagt oder auf nächstes Jahr verschoben. Auch die Ballsaison ist noch unsicher. Da Tanzstudios vor allem saisonabhängig arbeiten macht sich Koitz Sorgen über das Bestehen ihres Unternehmens.

„Wie soll Abstand eingehalten werden?“

Koitz möchte auf die Problematik aufmerksam machen, dass zum Beispiel Abstandsregeln beim Paartanz und auch anderen Kursen schwer einzuhalten sind. „Wie tanzt man einen Walzer, einen Tango oder Discofox mit einem Baby-Elefanten als Abstandsmesser dazwischen?“, fragt sie. Tanzschulen seien zudem ein sozialer Treffpunkt – ein Ort für einen geselligen Abend. „Doch wenn Tanzabende und Bälle wegfallen, kommen die Leute auch nicht zu uns“, so Koitz. Viele Paare tanzen gemeinsam in ihrem Studio. „Dies wird jetzt nicht mehr möglich sein. Dadurch fällt das Gesellige weg. Es macht weniger Spaß“, sagt sie. Auch wegen ihrer Kinderkurse ist sie in Sorge. Derzeit sind 150 Kinder und Jugendliche in ihrem Studio angemeldet. „Die warten natürlich darauf, dass sie wieder tanzen können.“

„Wann kann es los gehen?“

Babsi Koitz fragt sich, wann und unter welchen Voraussetzungen sie ihr Tanzstudio wieder öffnen kann. „Welche Kurse können mit Abstandsregeln stattfinden und welche nicht?“, fragt sie sich. Von der Regierung würde sie sich wünschen, dass „nicht alle Tanzschulen über einen Kamm geschert werden“ und nach individuellen Lösungen gesucht wird. „Wir haben bereits vorgesorgt. Es gibt für jeden gratis MNS-Masken (Einweg) und auch mit unserem Logo bestickte MNS-Masken aus Baumwolle zum Kauf.
Zudem haben wir ausreichend Desinfektionsmittel auf Lager. Unsere 400 m2 Tanzfläche kann variabel in drei abgetrennte Räume verwandelt werden“, so Koitz. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind bereit für die Eröffnung.“

Online tanzen

Koitz bietet Tanzworkouts kostenlos derzeit online via ZOOM an. „Alle Mitglieder und Interessierten können mitmachen“, erfahren wir. Die Kurse sind jedoch kein Ersatz für ein reales Treffen, ist sich die Tanzlehrerin sicher. Sie hofft, dass der Fahrplan der Regierung für die Tanzschulen bald steht und sie ebenfalls mit Ende Mai aufsperren dürfen.

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