fbpx

Zum Thema:

25.09.2020 - 11:06Neuer Schutz­schirm für Ver­anstalter bietet Planungs­sicher­heit22.09.2020 - 11:32Härtere Strafen: Land will gegen „GTI-Terror“ vorgehen16.09.2020 - 11:12Katharina Spanring (ÖVP) ist Spitzenkandidatin für Gemeinderatswahl13.09.2020 - 17:06Kurz: „Die meisten An­steckungen er­folgen im privaten Um­feld“
Politik - Kärnten
© Bettina Nikolic

Trotzdem ist noch Vorsicht geboten

Öffnungen am 14. April: Corona­zahlen blieben weiter­hin stabil

Österreich/Kärnten – In einer heutigen Pressekonferenz informierten Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) über die aktuellen Entwicklungen. "Es gilt trotz der eingeführten Lockerungen weiterhin vorsichtig zu sein, um eine 2. Welle zu verhindern."

 2 Minuten Lesezeit (353 Wörter) | Änderung am 05.05.2020 - 10.58 Uhr

Gesundheitsminister Rudolf Anschober informierte darüber, dass wir nun die erste Phase in der Pandemiekrise hinter uns hätten. „Wir haben die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt getroffen“, so Anschober. Damit seien wir auf eine Infektions-Tagessteigerung von 40 % auf 0,2 % heruntergekommen. „Mit der erfolgreichen Strategie gelang es uns, das Virus unter Kontrolle zu bringen. Aber es ist noch nicht geschafft“, sagt der Gesundheitsminister.

Drei wesentliche Sicherheitsschritte

Damit die Infektionskurve weiterhin niedrig bleibt, hat die Regierung drei Sicherheitsschritte eingeführt. Zum einen werden  laufend Evaluierungen durchgeführt und die Kapazitätsprognosen der Spitäler auf acht Tage vor berechnet. Als zweiter Sicherheitsschritt werden die ARGES Ansteckungsklastern, die Tageszuwächse, Hospitalisierungszahlen und die Zahlen der Menschen auf den Intensivstationen laufend beobachtet und ausgewertet. Als dritter Sicherheitsschritt steht das Containment-2.0. mit der 24+24+24-Regel. Jeweils nur 24 Stunden sollen vergehen von den ersten Symptomen bis zur Testung, vom Test bis zum Ergebnis und anschließend folgt in 24 Stunden das Kontaktpersonenmanagement.

„Weiter vorsichtig bleiben“

Am 14. April kam es in Österreich zu einem ersten Lockerungsschritt, nämlich der teilweisen Öffnung der kleineren Geschäfte. „Wir haben diesen Schritt ausgezeichnet bewältigt“, so Anschober. „Die Beobachtungen zeigen uns, dass die Zahlen nach diesem Schritt weiterhin konstant geblieben sind. Die Öffnungen haben sich nicht ausgewirkt. Wie sich nun die weiteren Öffnungen und Lockerungen auswirken werden, bleibt abzuwarten“, sagt Anschober. „In den nächsten Tagen werden erste mögliche Bewegungen in der Statistik genau kontrolliert. Wenn bereits auf kleine Veränderungen zu spät reagiert wird, kann es passieren, dass man die Kontrolle verliert und es zu einer 2. Welle an Infektionen kommt“, warnt Anschober. Sein Appell richtet sich an die Bevölkerung sich weiterhin an die Sicherheitsmaßnahmen wie die Abstandsregel und den Mund-Nasen-Schutz zu halten.

„Grenzkontrollen solange notwendig“

„Wir befinden uns in einer heiklen Phase“, so Innenminister Karl Nehammer. Die Maßnahmen werden von den Österreichern sehr gut eingehalten. Derzeit sei man bei den Anzeigen nach dem Covid-Gesetz im zweistelligen Bereich. Die Grenzkontrollen sollen nur so lange wie unbedingt notwendig aufrechterhalten bleiben, so Nehammer. Es finde ein Austausch mit den Nachbarländern statt, und man sei bemüht, eine Lösung zu finden.

Kommentare laden
ANZEIGE