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© KK

Rechnung im Klo hinunter gespült

Clubbetreiber ver­zweifelt: „Ich hätte mir mehr Unter­stützung gewünscht“

Villach – Bei Ali Rafati, dem Gründer des Loco Sound Club, machte sich Verzweiflung breit. Das Internet für seinen Club soll einfach gesperrt worden sein und dass, obwohl er rechtzeitig mit seinem Internet-Anbieter Kontakt aufnahm, um seine – aktuell sehr schwierige – finanzielle Lage zu schildern. Bei der Bitte um Rücksichtnahme und Verständnis, stieß er jedoch auf taube Ohren. Aus purer Verzweiflung postete er kürzlich ein Video, in dem er eine Rechnung seines Internet-Anbieters einfach im WC hinuntergespült.

 3 Minuten Lesezeit (415 Wörter) | Änderung am 14.05.2020 - 18.05 Uhr

Uns hat Clubmanager Ali Rafati die ganze Geschichte dahinter erzählt. So habe er sich Ende April noch bemüht, die offenen Rechnungen zu begleichen. Man habe ihm bei der Kunden-Hotline seines Anbieters erklärt, dass alle Mahnungen bis derzeit eingestellt seien. Am 3. Mai 2020, verfasste Rafati dann nochmal ein E-Mail, adressiert an seinen Internetanbieter und wies erneut darauf hin, dass sein Betrieb derzeit geschlossen habe und er die Rechnung für das Internet erst später bezahlen könne. Detailliert habe er die Situation beschrieben und um Rücksichtnahme gebeten.

“Weder Internet noch interne Kommunikation haben funktioniert“

,,Am 5. Mai haben wir bemerkt, dass uns das Internet komplett abgedreht wurde“, so Rafati. Eine Vorankündigung habe er nicht erhalten. Bei der Hotline bekam er die Auskunft, dass sein Modem wohl kaputt sei. Daraufhin kam dann ein Techniker, der die Lage prüfte. Nach einer Stunde Arbeit habe dieser dann jedoch festgestellt, dass das Modem in Ordnung sei und dass das Internet gesperrt wurde. ,,Es kann doch nicht sein, dass es einem Telekommunikationsanbieter nicht gelingt, in der eigenen Firma zu kommunizieren“, kritisiert Ali Rafati. Der Einsatz des Technikers wird, laut dem Clubmanager, trotzdem ganz normal verrechnet.

,,Ich habe mir mehr erwartet“

Weitere Versuche bei der Hotline Hilfe zu bekommen schlugen fehl. ,,Wir sind sogenannte ‚Business Kunden‘ bei unserem Internetanbieter, da hätte ich mir schon ein bisschen mehr erwartet“, so Rafati. Mittlerweile wurden alle Rechnungen seitens des Clubs beglichen, auch wenn es finanziell schwer war. Rafati sei sich bewusst, dass er eine Leistung bezieht und dass er dafür auch bezahlen müsse. ,,Ich hätte mir von so einem großen Unternehmen einfach ein wenig Unterstützung gewünscht“, erklärt der Vereinsgründer gegenüber 5 Minuten. Er wünsche sich mehr Solidarität und Zusammenhalt in dieser schweren Zeit.

Video entstand in der Wut und Verzweiflung

Was Rafati am meisten aufregt: Die Dame, mit der er über die Hotline Kontakt hatte, soll ihm erklärt haben, er müsse eine amtliche Bestätigung hochladen, dass der Betrieb derzeit geschlossen sei. ,,Ich muss zugeben, da war ich schon sehr wütend und verzweifelt am Telefon. Ich bin zwar nicht unhöflich oder beleidigend gewesen, aber ich musste einfach blöd fragen, ob sie mitbekommen hat, was die letzten zwei Monate los war“, erzählt Ali Rafati. ,,So ist dann auch in der Emotion dieses Video entstanden. Nur Text lesen ja die meisten nicht mehr, deshalb brauchten wir was ‚Freches‘ zum Wachrütteln“, kommentiert Rafati das Video.

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