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Der Vorschlag, dass Lehrer im Alter von über 60 Jahren selbst entscheiden können, ob sie in der Schule unterrichten oder nicht, wird in Kärnten nicht umgesetzt.
SYMBOLFOTO Der Vorschlag, dass Lehrer im Alter von über 60 Jahren selbst entscheiden können, ob sie in der Schule unterrichten oder nicht, wird in Kärnten nicht umgesetzt. © KK

LH Kaiser sieht Ungleichbehandlung

Keine Sonder­regelung für Kärntner Lehrer über 60

Kärnten – Landeshauptmann Peter Kaiser forderte in einer heutigen Videokonferenz mit Bund und Bundesländern, eine rasche Lösung für Non-Profit-Vereine in Kultur und Sport zu finden. Außerdem wird es in Kärnten keine Sonderregelung für Lehrer, die zur Risikogruppe zählen, geben.

 3 Minuten Lesezeit (419 Wörter) | Änderung am 11.05.2020 - 19.09 Uhr

In der Videokonferenz äußerte sich Peter Kaiser als Bildungsreferent zur Sonderregelung für Bundeslehrer ab 60 Jahren. „Für die Landeslehrer in Kärnten übernehmen wir diese Regelung nicht. Sie ist auch eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Berufsgruppen“, betonte der Landeshauptmann. Der in der Vorwoche seitens des Bildungsministeriums unabgesprochene Vorstoß, wonach Bundeslehrer über 60 selbst entscheiden können, ob sie in der Schule unterrichten oder nicht, sorgt auch bei anderen Landeshauptleuten für Unmut.

Im Kindergartenbereich wird laut Auskunft des Gesundheitsministeriums der derzeit geltende Erlass zum eingeschränkten Betrieb auslaufen, es werde dann entsprechende Handlungsempfehlungen und Leitlinien geben.

Rasche Lösung für Kultur und Sport

Seine Forderung nach einer raschen Lösung für die von der Corona-Krise stark betroffenen Non-Profit-Vereine in den Bereichen Sport und Kultur wiederholte Kaiser heute. „Viele ehrenamtliche Vereine sind am Ende“, verdeutlichte er die Situation in der Videokonferenz mit der Bundesregierung und den anderen Bundesländern.

Theaterwagen eine Möglichkeit

Als Kulturreferent brachte Kaiser die Kärntner Idee aufs Tapet, den Theaterwagen der Komödienspiele Porcia für Aufführungen im Freien auf Tournee durch Kärnten zu schicken. Entsprechende Vorgespräche mit Intendantin Angelika Ladurner seien sehr positiv verlaufen. Allerdings gelte es dafür, gemeinsam mit der Bundesregierung andere Möglichkeiten bezüglich der erlaubten Personenzahl zu finden. Erfreulich sei laut dem Landeshauptmann das Signal des Bundes, dass das Veranstaltungsverbot bis 31. August möglicherweise nicht in Stein gemeißelt ist.

Team Kärnten begrüßt Regelung der Landesregierung

„Ich begrüße, dass Kärnten die Regelung für Lehrer ab 60 nicht übernimmt“, sagt Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer in einer heutigen Aussendung. Darin heißt es, Köfer stoße auf Unverständnis, dass Bundeslehrer über 60 Jahren dem Unterricht fernbleiben dürfen, auch wenn sie zu keiner Risikogruppe zählen: „Ich frage mich, wie man solch ein Privileg der restlichen arbeitenden Bevölkerung erklären möchte? Es ist einer solidarischen Gesellschaft wenig zuträglich, wenn schon wieder für eine einzelne Berufsgruppe Sonderregelungen erlassen werden.“ Köfer könne es völlig nachvollziehen, dass Personen, die zur Risikogruppe zählen, bevorzugt behandelt werden: „Für eine generelle Freistellungsmöglichkeit nur aufgrund des Alters haben wir allerdings wenig Verständnis.“

Köfer gibt zudem in der Aussendung zu bedenken, dass ein Fernbleiben vieler Lehrer über 60 dafür sorgen könnte, dass der Unterricht an gewissen Schulen in Kärnten nur mehr sehr eingeschränkt stattfinden könnte: „Wer soll dann noch unterrichten, zumal diese Dienststellen nicht für junge Lehrer freigemacht werden?“

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