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Fragwürdige Pflicht für Blasmusiker

Blasen mit Mund­schutz: „Wie soll das möglich sein?“

Kärnten – Die Vorgaben der Bundesregierung, wonach aufgrund der COVID-19-„Lockerungsverordnung“ für Proben von Blasmusikkapellen nicht nur die Obergrenze von 10 Personen gilt, sondern die Musiker auch einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, sorgt für Verwirrung und heftige Kritik.

 2 Minuten Lesezeit (306 Wörter) | Änderung am 11.05.2020 - 21.43 Uhr

„Unsere Blasmusikvereine leben vom ehrenamtlichen Engagement der Musikerinnen und Musiker. Daher verdienen diese erst recht Respekt, Anerkennung und Wertschätzung seitens der Regierung. Aber wenn ihnen diese Regierung erklärt, sie sollen bei den Proben mit ihren Blasmusikinstrumenten einen Mundschutz tragen, ist diese Verhöhnung an Respektlosigkeit nicht zu überbieten“, so der Kärntner FPÖ-Chef und stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Gernot Darmann.

„Proben faktisch unmöglich“

Allein in Kärnten gibt es 129 Musikkapellen mit rund 6.000 aktiven Mitgliedern, österreichweit sind es 2.163 betroffene Musikvereine mit über 150.000 Musikern. „Ich verstehe es gut, dass die Motivation bei den Musikern von Tag zu Tag sinkt. Einerseits werden ihnen von der Bundesregierung gemeinsame Proben faktisch unmöglich gemacht, da man auf einem Blasmusikinstrument eben nicht mit Mundschutz spielen kann. Andererseits wird ihnen durch das Verbot von Veranstaltungen und Konzerten vorerst bis zum Herbst jede Perspektive genommen“, betont Darmann. „Auch die Kärntner Blasmusiker mit Obmann Horst Baumgartner sind unzufrieden und fühlen sich zu Recht nicht fair behandelt.“

„Sommerkonzerte sind wichtig“

Für die FPÖ ist daher die geordnete Wiederaufnahme des Kulturbetriebes dringend notwendig. „Der zuständigen grünen Staatssekretärin Lunacek wird bereits von Kulturschaffenden der Marsch geblasen. Die Betroffenen und die Bürger können es nicht nachvollziehen, warum es nach dem Willen von ÖVP und Grünen etwa im Sommer keine Open-Air-Konzerte geben darf. Gerade für Touristiker, Veranstalter und insbesondere unsere Blasmusikkapellen und Musiker sind diese Sommerkonzerte ebenso wichtig, wie die Abhaltung von Sommercamps für die musikalische Jugend“, so Darmann.

„Schikane der Regierung“

„Dass nun zwar – ohnehin verspätet – die Gastronomie endlich wieder öffnen darf, aber Konzerte der Musikvereine im Freien unter Einhaltung von Abstandsregeln nicht möglich sind, ist eine weitere Schikane der Regierung. Unsere Musikvereine haben sich von der Regierung eine Perspektive, Planbarkeit und vor allem Respekt verdient“, erklärt der FPÖ-Chef abschließend.

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