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Aktuell - Kärnten
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Informationen zur Öffnung der Schulen:

Welche Maßnahmen werden bei den Kärntner Schul­öffnungen gelten?

Kärnten – Landeshauptmann Peter Kaiser, Bildungsdirektor Robert Klinglmair und Maria Glockner, die Direktorin der Volksschule Annabichl in Klagenfurt (VS 13), traten vor kurzem vor die Presse und gaben weitere Informationen zu den am Montag bevorstehenden Schulöffnungen bekannt.

 4 Minuten Lesezeit (547 Wörter) | Änderung am 16.05.2020 - 12.16 Uhr

Die aktuellen Kärntner Corona-Zahlen wurden in der heutigen Pressekonferenz stark gelobt. „Wir haben heute den 11. Tag hintereinander keine Neuinfektion in Kärnten“, erklärte etwa Landeshauptmann Peter Kaiser. Von insgesamt 411 Infizierten sind bereits 390 wieder genesen. Acht Personen sind derzeit noch infiziert. Nur noch eine davon wird im Krankenhaus behandelt. (Stand 16. Mai, 10.00 Uhr)

Dank an Lehrer, Eltern und Kinder

Ab Montag werden die Kärntner Schulen wieder geöffnet sein. Peter Kaiser bedankte sich bereits zu Beginn der Pressekonferenz bei allen, die in der vergangenen Zeit im Bildungssektor aktiv waren und in der Krisensituation einen „neuen Zweig des Lernens“ umsetzen mussten. „Jetzt sind wir soweit, dass wir wieder hochstarten können“, so Kaiser.

Schulstart ab Montag

Nach den Maturantinnen und Maturanten starten am Montag viele weitere Schüler in den Schulalltag. Von der Volksschule bis zur Unterstufe des Gymnasiums werden die Schulen wieder eröffnet. Insgesamt 41.241 Schülerinnen und Schüler an gesamt 311 Standorten werden dann von knapp 7.000 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Das entspreche, laut Kaiser, knapp 10 Prozent der Kärntner Landesbevölkerung, die in den nächsten Tagen im Schulbereich gewisse Bedingungen und Maßnahmen beachten müssen.

Corona-Maßnahmen bei den Schulöffnungen

Landeshauptmann Peter Kaiser sprach bei der Pressekonferenz mehrere Maßnahmen an, um die Öffnung der Schulen möglichst sicher zu gestalten. Es seien zahlreiche Maßnahmen getroffen worden, um den zukünftigen Schulalltag meistern zu können – angefangen von Schutz- und Hygienemaßnahmen, über neue und kleinere Unterrichtsbereiche bis hin zu neuen Stundenplänen, erklärte Kaiser. Auch die notwendigen Betreuungsangebote werden an Kärntens Schulen zur Verfügung gestellt, ebenso wie angepasste Leistungsbeurteilungen. Niemand könne vorhersagen, wie sich die nächsten Wochen entwickeln werden, die derzeitigen Corona-Fallzahlen würden jedoch zumindest eine erfreuliche Perspektive bieten. „Wissenschaftliche Studien belegen zudem, dass Cluster-Bildungen bisher nicht an elementarpädagogischen Einrichtungen oder in Schulen stattgefunden haben“, so der Landeshauptmann. 17.400 Schutzmasken wurden vom Land Kärnten außerdem an die Kärntner Schulen verteilt, für den Fall, dass Kinder diese vergessen oder verlieren.

Nur die Hälfte der Schüler vor Ort anwesend

Auch das Prinzip der „Kleineren Unterrichtsbereiche“ wurde von Kaiser angesprochen. In den Klassenräumen sollen weniger Schüler untergebracht werden, um besser Abstand halten zu können. Nur die Hälfte aller Schüler soll sich gleichzeitig in den Schulgebäuden aufhalten. Die andere Hälfte werde zuhause betreut. Kaiser sprach sich dabei für eine starke Schulautonomie in dieser Zeit der Krise aus. So hätten Kärntens Schulen selbstständig zwischen den möglichen Schichtmodellen (3-2-System, Reißverschlusssystem und wöchentlicher Gruppenwechsel) entscheiden können. Damit seien in dieser besonderen Situation individuelle Lösungen vor Ort möglich. In Kärnten haben sich jeweils rund 50 Prozent der Schulen entweder für das 3-2-Modell bzw. das Reißverschlusssystem entschieden.

Adaptierte Stundenpläne

Stundenpläne und Unterrichtsgegenstände für die limitierte Zeit in der Schule wurden ebenso adaptiert. Relevante Gegenstände werden dabei priorisiert. „Es tut mir auch persönlich weh, dass etwa Turnen und Sport nicht stattfinden kann“, so Kaiser. Bewegungseinheiten sollten, so Kaiser, wenn möglich zuhause stattfinden. Zum Stundenplan soll es auch angepasste Leistungsbeurteilungen geben. Personen, die ein Pflichtpraktikum benötigen und dieses nicht durchführen konnten, sollen außerdem nicht benachteiligt werden, so Kaiser.

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