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Politik - Villach
Unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahemen wurden am Grenzübergang Thörl-Maglern mehrere kurze Reden von den Politikern aus Kärnten und Italien gehalten.
Unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahemen wurden am Grenzübergang Thörl-Maglern mehrere kurze Reden von den Politikern aus Kärnten und Italien gehalten. © Leser/KK

Solidarität mit auseinandergerissenen Familien:

„Papa seit März nicht gesehen“: Familien und Politiker fordern Lösung an Grenze

Thörl Maglern – Die Reisebeschränkungen zwischen Italien und Österreich sind weiterhin aufrecht. Das bedeutet für viele den Verzicht auf Wochenend-Ausflüge ans Meer, andere betreffen die geschlossenen Grenzen aber stärker. Manche Familien wurden aufgrund der Covid-19-Krise auseinandergerissen. Um ihnen zu helfen und Solidarität zu zeigen, versammelten sich gestern Politiker und Betroffene auf der italienischen und österreichischen Seite am Grenzübergang Thörl-Maglern.

 2 Minuten Lesezeit (289 Wörter) | Änderung am 18.05.2020 - 10.10 Uhr

„Die Solidarität und der Zusammenhalt zwischen benachbarten Regionen sind in der aktuellen Lage besonders wichtig“, erklärt der Bürgermeister von Hohenthurn, Florian Tschinderle, im Gespräch mit 5-Minuten. Er war bei der gestrigen Veranstaltung an der Grenze Thörl-Maglern anwesend. Dabei ging es in erster Linie um die „Zusammenführung von Familien“, wie Tschinderle erzählt. Unter Einhaltung der noch geltenden Corona-Maßnahmen wurden an der Grenze mehrere Reden gehalten.

„Kinder haben Papa seit März nichtmehr gesehen“

Aufgrund der Corona-Krise gebe es, wie auch einem Facebook-Beitrag des Bürgermeisters von Tarvis, Renzo Zanette, zu entnehmen ist, zahlreiche Familien, die mindestens ein Familienmitglied aktuell nicht besuchen können. Davon zeugt auch die Nachricht einer 5-Minuten-Leserin. Sie schrieb uns vor kurzem: „Meine Kinder haben ihren Papa seit Anfang Mãrz nichtmehr gesehen.“ Der italienische Bürgermeister Zanette teilte auf Facebook mit, dass er das Problem der Familienzusammenführung „vorrangig und dringend“ lösen möchte.

Kärntner Bürgermeister zeigen Solidarität

Solidarität kam auch von Österreich. Die Bürgermeister von Arndoldstein, Erich Kessler, und von Hohenthurn, Florian Tschinderle, nahmen an der Veranstaltung am Grenzübergang Thörl-Maglern teil. „Unsere Gemeinden verbindet viel und wir arbeiten auch ständig an gemeinsamen Projekten“, so Tschinderle, der weiters erklärt: „Besonders in dieser schweren Zeit ist es wichtig, Solidarität zu beweisen und zu zeigen, dass man zusammensteht.“ Der Bürgermeister von Arnoldstein, Erich Kessler, nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. Kessler erzählt im Gespräch mit 5-Minuten: „Natürlich habe ich an der gestrigen Veranstaltung teilgenommen, da mir vorallem Familen und Kinder sehr am Herzen liegen.“ Den Wunsch, auseinandergerissene Familien wieder zusammenzuführen, unterstütze er daher gern.

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