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Aktuell - Klagenfurt
Der Täter überfiel das Wettlokal mit einer Langwaffe und teilte sich die Beute mit der Angestellten.
Der Täter überfiel das Wettlokal mit einer Langwaffe und teilte sich die Beute mit der Angestellten. © LPD Kärnten

Wettlokal mit Langwaffe überfallen

Bewaffneter Über­fall wurde vom „Opfer“ selbst in Auftrag gegeben

Klagenfurt – Am 27. September 2019 kam es zu einem Raubüberfall in einem Klagenfurter Wettlokal, wir haben berichtet. Ein unbekannter Täter bedrohte eine Angestellte mit einer Langwaffe und raubte Bargeld aus dem Tresor. Im Zuge der Erhebungen des Landeskriminalamtes konnte der Raubüberfall nun geklärt werden. Unfassbar: Die vermeintlich überfallene Angestellte hat den Überfall selbst in Auftrag gegeben.

 1 Minuten Lesezeit (226 Wörter) | Änderung am 20.05.2020 - 17.09 Uhr

Am 27. September 2019 gegen 3.30 Uhr früh betrat der unbekannte Täter das Wettlokal. Danach ging alles ganz schnell. Der Mann mit ausländischem Akzent bedrohte die Angestellte mit einer Langwaffe und raubte in weiterer Folge Bargeld aus dem Tresor. Anschließend gelang dem Unbekannten die Flucht, wir haben berichtet. Zur Fahndung wurden von der Polizei Bilder der Überwachungskamera veröffentlicht.

„Opfer“ hat Beute kassiert

Die 25-jährige Haupttäterin eines Drogenrings, der von den ermittelnden Beamten gesprengt werden konnte, war im Jahre 2019 bei einem Wettbüro angestellt. Gemeinsam mit ihrem bereits in Haft befindlichen 31-jährigen Lebensgefährten schmiedeten sie den Plan, sich an ihrer Arbeitsstelle überfallen zu lassen. Die Raubbeute war zur Weiterführung ihres aufwändigen Lebensstiles und Finanzierung von Suchtgiftankäufen gedacht. Als Täter wurde ein 32-jähriger slowenischer Staatsbürger gewonnen und das Wettbüro Ende September 2019 tatsächlich von diesem unter Verwendung einer Langwaffe überfallen. Als „Opfer“ fungierte die Auftraggeberin selbst und übergab dem „Täter“ die Raubbeute. Das erbeutete Geld wurde zwischen Auftraggeberin und dem „Räuber“ aufgeteilt. Der Täter wurde vom LKA Kärnten ausgeforscht und im Februar 2020 in Kroatien auf Grund des von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt erlassenen Europäischen Haftbefehles festgenommen und nach Österreich ausgeliefert. Er ist zur Tathandlung umfassend geständig.

 

Für alle beteiligten Personen gilt die Unschuldsvermutung.

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