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Politik - Klagenfurt
© KK

Kritik an 20-Prozent-Aktion

„Gastronomie fällt bei Förderung durch den Rost“

Klagenfurt – Nach heftiger Kritik am Rückvergütungssystem von Rechnungen - wir haben berichtet - überlegt Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz nun scheinbar doch auf ein Gutscheinsystem, wie es z.B. in Villach praktiziert wird, umzuschwenken. Derzeit werden weitere kritische Stimmen laut, dass beim aktuellen System die Gastronomie nicht mit einbezogen wurde.

 2 Minuten Lesezeit (338 Wörter) | Änderung am 20.05.2020 - 16.48 Uhr

Vizebürgermeister Wolfgang Germ begrüßt die Entscheidung auf ein Gutschein-System umzusteigen. „Man sollte aber aus seinen Fehlern lernen und daher erhoffe ich mir zukünftig noch mehr Verbesserungen bei den Unterstützungsmaßnahmen. Bisher ist z.B. die gesamte Gastronomie durch den Rost gefallen und die Förderungen gehen an vielen Betroffenen Betrieben vorbei“, so Germ.

„Gutscheinsystem als bessere Lösung“

Ähnlich sieht das auch Gemeinderat Klaus-Jürgen Jandl vom Team Kärnten Klagenfurt. „Ich finde das System wenig durchdacht. Für mich ist es unverständlich, warum die Gastronomie komplett ausgenommen wurde. Ein Gutscheinsystem wäre durchaus sinnvoll. Mit einer begrenzten Gültigkeit kann das Geld bis Ende August wieder in den Handel zurückgeführt werden“, so Jandl. „Bei der kommenden Gutscheinaktion sollen auch die Gastronomiebetriebe einbezogen werden“, sagt Vizebürgermeister Wolfgang Germ. Jandl kritisiert zudem, dass bei der derzeitigen 20-Prozent-Aktion der Datenschutz nicht gegeben sei, da personenbezogene Daten angegeben werden müssen und auf den Rechnungen oft auf private Angelegenheiten Rückschlüsse gezogen werden können.

„Zuschüsse sind zu wenig“

Generell fordert Germ mehr punktuelle Maßnahmen. „Wir sind eine Landeshauptstadt. 150.000 Euro als Unterstützung auf die ganze Stadt zu verteilen ist einfach zu wenig. Dieses Ausmaß erwarten wir uns alleine als Zuschuss für die Innenstadt“, sagt der Vizebürgermeister. „Es wurde viel zu spät reagiert“, findet Jandl. „Zudem ist die Unterstützung der Stadt zu wenig, um den Handelsbetrieben zu helfen.“

Marktfieranten bemängeln Fingerspitzengefühl

Wie der Vizebürgermeister erfahren hat, wird aktuell auch unter den Fieranten des Benediktinermarktes Kritik laut. Der Benediktinermarkt sei im März und April im Grunde geschlossen gewesen, berichtet er. Die entsprechenden Marktentgelte wurden gestundet und müssen nun bis März 2021 abbezahlt werden. „Einige Fieranten sind schon an mich herangetreten und sind enttäuscht über das fehlende Fingerspitzengefühl des Marktreferenten. Für die Markttreibenden gibt es keine Unterstützung trotz des wochenlangen Verdienstausfalles. Ich wäre dafür, die im März und April gestundeten Gebühren zu erlassen“, sagt Germ.

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