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Politik - Kärnten
Bei der heutigen Pressekonferenz zum Thema Photovoltaik: LR Daniel Fellner und LR.in Sara Schaar
Bei der heutigen Pressekonferenz zum Thema Photovoltaik: LR Daniel Fellner und LR.in Sara Schaar © Walter Szalay, LPD Kaernten

Nachhaltige Investitionen:

Eine Million Euro für Photovoltaik-Offensive

Klagenfurt – Mit 1. Juni startet eine Photovoltaik-Offensive auf öffentlichen Gebäuden, die heute, Mittwoch, Umwelt- und Klimaschutzreferentin LR.in Sara Schaar gemeinsam mit Gemeindereferent LR Daniel Fellner präsentierte. „Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Steigerung der Energieeffizienz in Kärnten gesetzt, der es Gemeinden ermöglicht, nahezu kostenneutral klimarelevante Projekte voranzutreiben“, heißt es Seitens des Landes.

 6 Minuten Lesezeit (761 Wörter) | Änderung am 20.05.2020 - 18.23 Uhr

„In der COVID-19-Krise ist es wichtig, so schnell wie möglich wieder regionale und nachhaltige Investitionen zu tätigen und Projekte zu fördern, die für die Gemeinden und damit auch für die Bürgerinnen und Bürger von Nutzen sind. Die Umsetzung des Photovoltaik-Ausbaus auf öffentlichen Dächern ist eine weitere wichtige Maßnahme im Rahmen der Klima-Agenda Kärnten und entspricht zudem den Zielen des Energiemasterplans und des Regierungsprogramms“, betonte Schaar in der live im Internet übertragenen Pressekonferenz. „Wir werden bei allen künftigen Investitionspaketen auf die Nachhaltigkeit der eingesetzten Mittel achten, am besten geeignet sind Investitionen in den Klimaschutz. Die Photovoltaik-Offensive zeigt auf, wie ein nachhaltiger Weg bei Konjunkturpaketen aussehen muss. Wir schauen darauf, dass sich die Gemeinden nicht nur langfristig etwas ersparen können, sondern dass dabei für alle etwas Gutes für unser Klima und die Umwelt entsteht“, sagte Fellner.

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Umwelt- und Klimaschutzreferentin LR.in Sara Schaar

Umwelt- und Klimaschutzreferentin LR.in Sara Schaar - © LPD Kärnten/Walter Szalay

Vorreiter Land Kärnten

Mit der neuen Förderungsrichtlinie „Förderung Photovoltaik kommunaler Gebäude Kärnten 2020“ wird die Nutzung des Potentials zur klimaneutralen Stromerzeugung auf bzw. an öffentlichen Gebäuden forciert. Gemeint sind damit Gebäude im Eigentum von Gemeinden oder Betrieben, die sich überwiegend im Eigentum von Gemeinden befinden, und Strom für den Eigenverbrauch erzeugen. Bis 2030 wird ein erhöhter Bruttostrombedarf von 0,6 TWh erwartet. Dieser Mehrbedarf an erneuerbaren Strom ist u.a. durch zu installierende PV-Anlagen auf Dächern realisierbar. „Dafür benötigen wir bis 2030 eine zusätzliche Kollektorfläche von 4,4 km². Das Land Kärnten nimmt als Vorreiter dafür eine Million Euro in die Hand“, bekräftigte Umwelt- und Klimaschutzreferentin Schaar. Die PV-Anlagen gehen außerdem nach zehn Jahren in das Eigentum der Gemeinden über. „Ziel ist es, dass die Gemeinden eine kurze Zeit der Finanzierung haben. So sind sie auch rascher wieder investitionsfähig. Durch die PV-Offensive ergeben sich auch Vorteile für die heimische Wirtschaft, da regionale Wertschöpfung entsteht“, meinte Schaar. „Ganz wichtig ist es, dass die Gemeinden jetzt Impulse setzen können, dieses Programm ist geeignet dazu. Diese Förderung wirkt sich auf mehreren Ebenen positiv aus. Mit dem richtigen Blick auf nachhaltige Investitionen können die Gemeinden auch einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten und mit dem Eigenverbrauch die eigenen Haushalte entlasten“, ergänzte Fellner.

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Gemeindereferent LR Daniel Fellner

Gemeindereferent LR Daniel Fellner - © LPD Kärnten/Walter Szalay

„Sonnenstrom-Offensive: Gefordert und jetzt umgesetzt!“

Positive Worte findet auch ÖVP-Energie- und Nachhaltigkeitssprecher Christian Benger: „Diese Initialzündung für klimafreundlichen Strom ist Zeichen für gute Zusammenarbeit der Koalition. Damit setzt die öffentliche Hand auf unsere Initiative ein klares Zeichen für klimafreundliche Stromerzeugung und geht mit gutem Beispiel voran“, zeigt sich Benger zufrieden. „Das zeigt, wie gut die Zusammenarbeit in der Kärnten-Koalition funktioniert.“ Benger sieht in der Förderung für Gemeinden eine „Initialzündung“ für Klimaschutz durch Sonnenstrom. „Wir alle – auch in den Gemeinden – sollten größer denken“, appelliert Benger für große Investitionen. „Nur wer seine Anlage größer konzipiert, als es der Eigenverbrauch notwendig macht, hilft mit, dass Österreich als Nation gänzlich auf Atomstrom verzichten kann.“ Mit der neuen Förderung macht Kärnten einen ersten Schritt für Sonnenstrom auf öffentlichen Dächern. „Weitere Schritte müssen folgen“, steht für Benger außer Zweifel. Ein Beispiel: „Neben den Gemeinden stehen auch dem Land zahlreiche Dächer auf Landesimmobilien für Photovoltaik zur Verfügung.“

Köfer: „SPÖ blockierte Team Kärnten-Projekt“

„Die Photovoltaik-Offensive auf kommunalen Gebäuden ist aus unserer Sicht zu begrüßen, zumal die Spittaler Team Kärnten-Stadträtin Ina Rauter bereits im Vorjahr diesbezüglich ein fertiges Konzept präsentiert hat. Die SPÖ-Fraktion im Gemeinderats-Ausschuss in Spittal hat dieses Projekt damals noch blockiert und torpediert. Jetzt, einige Monate später, verkauft SPÖ-Landesrätin Schaar eine diesbezügliche Offensive, die man in Spittal nicht umsetzen wollte“, heißt es in einer Aussendung des Team Kärnten. Dass die Errichtung von Photovoltaikanlagen maximal bis zu einer Höhe von 60 Prozent gefördert werden wird, verleitet Team Kärnten Chef Gerhard Köfer zur Frage, inwiefern sich viele Gemeinden diese Projekte leisten werden können: „Gerade aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Einnahmenausfällen, was Ertragsanteile und Kommunalsteueraufkommen betrifft, herrscht in vielen Gemeindekassen gähnende Leere. Gerade solche Projekte drohen damit auf die lange Bank geschoben zu werden. Ob Leasing- und Ratenmodelle wirklich der Weisheit letzter Schluss sind und eingegangen werden, sei dahingestellt.“

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Gerhard Köfer, Team Kärnten

Gerhard Köfer, Team Kärnten - © 5min.at

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