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Leute - Klagenfurt
Kinder müssen Masken tragen. Doch wie wird ihnen und den Eltern diese Pflicht vermittelt?
SYMBOLFOTO Kinder müssen Masken tragen. Doch wie wird ihnen und den Eltern diese Pflicht vermittelt? © Bettina Nikolic

Doch es geht auch anders:

Leserin: „Kann man den Kindern die Masken­pflicht nicht sensibler erklären?“

Klagenfurt – Eine Woche sind die Kinder nun mehr oder weniger wieder in ihrem Schulalltag angekommen. Hände waschen, Masken tragen, Abstand halten. Gerade bei kleinen Kindern ist der sensible Umgang mit den derzeit notwenigen Maßnahmen wichtig. Doch nicht in allen Schulen wird dies auch umgesetzt. "Der Ton macht die Musik", findet eine Leserin.

 3 Minuten Lesezeit (369 Wörter)

Am Montag hat für die Volksschüler wieder der Schulalltag begonnen. Doch nichts ist mehr wie es einmal war. Die Eltern werden gebeten sich vor der Schule von den Kindern zu verabschieden, ein Begleiten in den Klassenraum ist nicht mehr erlaubt. Die Kinder werden von Lehrern mit Masken begrüßt und dürfen nicht mehr direkt neben ihren Klassenkameraden sitzen. Zudem ist die Zahl der Kinder halbiert und manche Freunde gar nicht anwesend. „Das alleine ist schon eine Herausforderung für Eltern und vor allem für die Kinder“, findet eine Leserin, die selbst Volksschullehrerin war.

„Sehr emotionslos“

Die Leserin ärgert sich über den Brief der Volksschule, die ihre Tochter besucht. Das Schreiben wurde noch vor Schulbeginn an die Eltern und die Kinder verschickt. „Für mich stellt sich die Frage, ob manche Schulleiter kompetent genug sind, eine Schule zu führen“, meint die Leserin. Konkret kritisiert sie die sachliche und wenig einfühlsame Mitteilung, wie in der Schule die Maßnahmen umgesetzt werden. „Es klingt eher wie ein militärisches Schreiben, als ein Willkommensbrief nach etlichen Wochen Homeschooling.“ So ist zum Beispiel zu lesen: „Beim Betreten des Schulhauses (…) herrscht Maskenpflicht“. Die ehemalige Lehrerin dazu: „Natürlich besteht Maskenpflicht und das ist ja auch in Ordnung, nur kann man das nicht etwas sensibler ausdrücken?“

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„Der Elternbrief ist wenig sensibel geschrieben“, findet die Leserin. - © Leserin

Es geht auch anders

Das dieser Umgangston nicht in allen Schulen praktiziert wird, zeigen zwei weitere Beispiele, die die Leserin von Freundinnen übermittelt bekommen hat. Im ersten Brief wird zu Beginn den Eltern, Lehrern und Kindern für ihre großartige Leistung im Homeschooling gedankt. Ein anderer Schulbrief weist darauf hin, dass die Maskenpflicht mit der nötigen Leichtigkeit für Kinder umgesetzt wird. „Der Ton macht die Musik“, findet die Leserin. „Manche Schulleiter sind extrem bemüht, einige völlig kontaktlos.“ Sie findet: „Darauf gehört einmal deutlich hingewiesen, um mehr Einsatz der Bildungsdirektion und Kontrolle dessen, was die Kompetenzen der Leiter bzw. einzelner Lehrer betrifft. Immerhin geht es um das Wohl unserer Kinder und das sollte immer im Vordergrund stehen und nicht von der Bürokratie und Politik überschattet werden.“

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