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Wirtschaft - Kärnten
© Bettina Nikolic

Plus 101,8 Prozent:

Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen nimmt „besorgnis­erregende Ausmaße“ an

Kärnten – Die Schaffung von Perspektiven und Ausbildungsplätzen für junge Menschen sei dringend erforderlich. Bund müsse seiner Aufgabe nachkommen und Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik bereitstellen. Land Kärnten sei bereit, Beitrag zu leisten. 

 3 Minuten Lesezeit (393 Wörter) | Änderung am 23.05.2020 - 20.06 Uhr

„Arbeitsplätze sichern, Arbeitsplätze schaffen und Arbeitssuchende unterstützen – das muss derzeit die große Stoßrichtung in der Arbeitsmarktpolitik sein“, betont Kärntens Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Samstag. Besonders bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Erwerbslosigkeit mit Corona in besorgniserregendem Ausmaß angestiegen (April: plus 101,8 Prozent in Kärnten). „Wir müssen alles daransetzen, für jeden jungen Menschen im Herbst einen Ausbildungs-, Arbeits- oder Maßnahmenplatz bereit zu stellen“, so Schaunig, und weiter: „Wir dürfen keine Generation verlieren.“

Mehr Plätze in Ausbildungsstätten

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten hat das Land Kärnten Maßnahmen aufgesetzt. „An erster Stelle steht dabei der Ausbau der Plätze in den Überbetrieblichen Ausbildungsstätten. In bestimmten Branchen, beispielsweise der Gastronomie und Hotellerie, ist mit einem eklatanten Lehrstellenmangel zu rechnen. Diesen müssen wir bestmöglich ausgleichen“, so die Arbeitnehmerreferentin. Die nötigen Landesmittel würden selbstverständlich bereitgestellt. „Das geht aber nur, wenn der Bund auch seinen Anteil freigibt. Denn Arbeitsmarktpolitik ist Bundeskompetenz, deshalb nehme ich die Bundesregierung hier ganz explizit in die Pflicht.“

Aktive Arbeitsmarktpolitik soll betrieben werden

Bislang liege der Fokus der Bundesregierung auf wirtschaftspolitischen Maßnahmen. „Wirtschaftspolitik ist richtig und wichtig, muss aber um aktive Arbeitsmarktpolitik ergänzt werden. Wir wissen ganz genau, dass nicht jeder Job oder Ausbildungsplatz, der mit Corona wegfiel, von selber wiederauftaucht. Es liegt daher in der Verantwortung der Politik, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen und mit ausreichenden Mitteln aktive Arbeitsmarktpolitik zu betreiben“, so die Landeshauptmannstellvertreterin.

FPÖ übt Kritik

„Es ist schlichtweg ein trauriges Schuldeingeständnis der eigenen Untätigkeit und Planlosigkeit, wenn Schaunig namens der Landesregierung und als Stellvertreterin des Landeshauptmannes nichts Besseres einfällt, als mit den Fingern auf andere zu zeigen. Wer sich in der Frage des Arbeitsmarktes auf die Bundesregierung verlässt, ist bereits verlassen. Wo sind die längst notwendigen Maßnahmen, die sowohl für die Jugend als auch für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt positive Wirkung entfalten? Die FPÖ fordert seit April einen Soforthilfefonds des Landes für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt sowie die Übernahme der Kosten für die Lehrlingsausbildung durch das Land für ein Jahr. Das wäre eine wichtige Hilfe für die Unternehmen und für unsere Jugend. Leider hat die SPÖ hier bisher nichts unternommen“, erklärt FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann in einer Reaktion.

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