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Spendier
Spendier © Fotomontage

"Uns hat es das Herz gebrochen"

Während Krise: Sterne­hotel bot gratis Unter­kunft für Not­fälle

Hotel "Goldenes Lamm" – Zurzeit ist die touristische Nutzung von Beherbergungsbetriebe in ganz Österreich untersagt. Erst mit 29. Mai 2020 darf die Hotellerie wieder öffnen. Eine kleine Ausnahmegenehmigung gab es für drei Villacher Hotels. Sie dienten während der Coronakrise als sogenannte Systemerhalter und boten Schlüsselarbeitskräfte von Unternehmen. Auch in Notfällen wurde kostenloser Unterschlupf geboten. 

 2 Minuten Lesezeit (242 Wörter) | Änderung am 24.05.2020 - 18.35 Uhr

Zurzeit ist die touristische Nutzung von Beherbergungsbetriebe in ganz Österreich untersagt. Trotzdem sind einige Hotels auch weiterhin geöffnet, um Schlüsselarbeitskräften von Unternehmen, sowie Notfällen Unterschlupf zu bieten. Sie zählen zu den sogenannten Systemerhaltern. In der Draustadt gehören dazu das Hotel „Goldenes Lamm“ am Hauptplatz, das Hotel „Kramer“ in der Italienerstraße und das Hotel „Seven“ in der Kleinsattelstraße.

„Uns hat es das Herz gebrochen“

Im Gespräch mit 5 Minuten erklärt uns die Betreiberin des Hotels „Goldenes Lamm“, Claudia Boyneburg Lengsfeld Spendier: „Während der Krise waren wir Systemerhalter und haben Schlüsselarbeitskräften, aber auch Notfälle beherbergt.“ Dazu zählen Menschen, die am Bahnhof gestrandet waren, Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden oder Jugendliche ohne Schlafplatz. Die Notfälle wurden natürlich kostenlos untergebracht. „Viele waren zerrüttet, haben geweint oder standen mit einem blauen Auge vor der Tür“, beschreibt die Hotelfachfrau. Meist klingelte die Glocke spätnachts. „Uns hat es das Herz gebrochen.“

Unterschlupf für sechs Personen

Boyneburg Lengsfeld Spendier stand mit zwei Lehrmädchen und zwei Mitarbeitern im Einsatz. Insgesamt kamen sechs Personen während der Coronakrise im Hotel „Goldenes Lamm“ unter. Welche Hotels geöffnet wurden, war zuvor innerhalb der Villacher Hotelbranche abgeklärt worden. Ab 29. Mai 2020 dürfen alle wieder aufsperren. „Vorerst aber nicht mit der gesamten Mitarbeiterzahl“, so die Hotelfachfrau betrübt. Man habe nur zehn Prozent der Normalbuchungen. Dementsprechend ist Mitarbeiterstand angepasst.

 

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