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Politik - Villach
Der ÖVP-Nationalrat Peter Weidinger wurde am vergangenen Freitag in der ReVilla in Villach ohne Schutzmaske fotografiert.
Der ÖVP-Nationalrat Peter Weidinger wurde am vergangenen Freitag in der ReVilla in Villach ohne Schutzmaske fotografiert. © Montage 5min.at/Facebook

Corona-Maßnahmen nicht eingehalten?

Kritik berechtigt? Kärntner ÖVP-Politiker ohne Maske im Geschäft

Villach – Erst Mitte Mai sorgte ein Auftritt des Bundeskanzlers Sebastian Kurz im Kleinwalsertal für Empörung. Der Kanzler lief dabei ohne Mundschutz durch eine Menschenmenge. Nun sorgt auch der Villacher ÖVP-Nationalrat Peter Weidinger für Aufsehen. Beim "Shoppen" in Villach war auch er ohne Maske unterwegs.

 4 Minuten Lesezeit (558 Wörter) | Änderung am 25.05.2020 - 09.09 Uhr

Vor kurzem sorgte ein auf Facebook geposteter Beitrag des Villacher Kaufhauses ReVilla für Aufsehen. Darauf zu sehen ist ÖVP-Nationalrat Peter Weidinger „auf Spurensuche im ReVilla“. Trotz der geltenden Corona-Maßnahmen trägt Weidinger aber keinen Mundschutz auf den Fotos.

Facebook-User: „Das Internet vergisst nie“

Das Ursprungsposting auf Facebook wurde bereits gelöscht. Ein Facebook-User hielt die Fotos jedoch in einem Screenshot fest und teilte sie erneut auf der Social-Media-Plattform. Dabei äußert er scharfe Kritik am Verhalten des Politikers. Er schreibt: „Offensichtlich gilt die Maskenpflicht nicht für ÖVP Mitglieder – auch nicht für solche, die zwischen dem Bundesland das fast coronafrei ist und dem HOTSPOT Wien pendeln.“ In einem Kommentar auf Facebook äußert sich eine weitere Kärntnerin zu den Fotos: „Da werden Menschen, die sich mit Freunden treffen Gefährder genannt und du pendelst zwischen Villach und Wien. […] und dann sieht man das Bild von dir beim Einkaufen im Geschäft OHNE Maske. Sei mir nicht böse aber: Wer genau ist jetzt der Gefährder?“

Weidinger: „Nur für gestellte Fotos ohne Maske“

Weidinger selbst sieht die auf Facebook veröffentlichten Bilder gelassener. Auf Anfrage von 5-Minuten erklärt er: „Natürlich halte ich mich grundsätzlich an alle Corona-Maßnahmen, wie das Tragen von Schutzmasken in Geschäften.“ Weidinger versichert, dass er bei seinem Besuch im Kaufhaus Revilla am vergangenen Freitag, dem 22. Mai, einen Mund-Nasen-Schutz getragen habe. Nur für drei „gestellte Fotos“ habe er den Schutz abgenommen. Eines davon veröffentlichte Weidinger am gestrigen Sonntag selbst auf Facebook. „Normalerweise stehe ich auch nicht mit Sherlock Holmes-Hut und imaginärer Lupe im Geschäft“, so Weidinger.

Weidinger: „Müssen weiterhin vorsichtig sein!“

Zu Besuch bei ReVilla, dem Villacher Kaufhaus mit sozialem Hintergrund, war Weidinger aufgrund eines Termins. Die Gelegenheit habe er auch gleich genutzt und Bücher und Wäsche vorbeigebracht, um das Re-Use-Kaufhaus zu unterstützen. Ein generelles Aufheben der Corona-Maßnahmen in Kärnten sei für Weidinger derzeit noch nicht vorstellbar. „Die Bundesregierung leistet eine ausgezeichnete Arbeit. Natürlich wünsche ich mir für die Wirtschaft Planungssicherheit. Leider ist der Virus aber noch nicht ausgelöscht und dementsprechend sind wir alle gut beraten, vorsichtig zu sein und sich an die Regeln zu halten.“ Am Samstag, dem 30. Mai, gibt es von der ÖVP-Villach außerdem eine Online-Sprechstunde. Bürgerinnen und Bürger seien an diesem Tag herzlich dazu eingeladen, dem Nationalrat und seinen Kollegen jegliche Fragen zu stellen.

Strafe bei Verstößen gegen Maskenpflicht

Aktuell gilt die Schutzmaskenpflicht in Österreich noch im öffentlichen Verkehr und allen geöffneten Geschäften. Wer bei einer Kontrolle ohne nötigen Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, dem droht ein Organstrafmandat von 25 Euro.

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ÖVP-Nationalrat Peter Weidinger rät weiterhin allen Kärntnerinnen und Kärntnern, vorsichtig zu sein und sich an die Corona-Maßnahmen zu halten.

ÖVP-Nationalrat Peter Weidinger rät weiterhin allen Kärntnerinnen und Kärntnern, vorsichtig zu sein und sich an die Corona-Maßnahmen zu halten. - © Weidinger

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