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Bei der Maskenpflicht und vielen weiteren Corona-Regeln könnte es bald in Kärnten zu einigen Lockerungen kommen.
SYMBOLFOTO Bei der Maskenpflicht und vielen weiteren Corona-Regeln könnte es bald in Kärnten zu einigen Lockerungen kommen. © 5min.at / Pixabay / Pexels

Lockerungen bei Maskenpflicht, Sport und Co.:

Regionale Corona-Maßnahmen für Kärnten geplant

Kärnten – In einer Pressekonferenz präsentierte Landeshauptmann Peter Kaiser vor kurzem die Ergebnisse einer Corona-Videokonferenz mit der Bundesregierung und den anderen Landeshauptleuten. Laut Kaiser arbeite man gerade auf Hochtouren an regionalisierten Corona-Maßnahmen für Kärnten. Dementsprechende Vorschläge seien bereits an Bundeskanzler Sebastian Kurz herangetragen worden.

 3 Minuten Lesezeit (472 Wörter) | Änderung am 25.05.2020 - 13.18 Uhr

Kärnten hat aktuell eine positivere Corona-Entwicklung als andere Bundesländer. Das wurde auch in der heutigen Pressekonferenz mit Landeshauptmann Peter Kaiser gelobt. Daher sei es auch wichtig, sich über regionalisierte Corona-Maßnahmen zu unterhalten, so der Landeshauptmann. Diese müssten zuvor jedoch von Ärzten und Experten überprüft werden.

Kommt bald eine Lockerung der Maskenpflicht?

Einige Vorschläge seien schon in Arbeit. Dazu gehören etwa Lockerungen rund um das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Vor allem dort, wo hohe Temperaturen herrschen oder aufgrund anderer Faktoren ein Tragen des Mundschutzes zum Problem wird, möchte Kaiser Lockerungen einführen. Dazu gehören etwa Bereiche des Handels, Friseure und Kinder.

Sportstunden sollen wieder stattfinden

An allgemeinen Pflichtschulen sollen auch so bald wie möglich wieder Sportstunden im Freien ermöglicht werden. Ein Konzept für den Turnunterricht im nächsten Schuljahr werde gerade erstellt, so Kaiser.

Mehr Teilnehmer bei Begräbnissen

Auch die Limitierung der Personenanzahl bei Begräbnissen soll in Kärnten in Zukunft gelockert werden. Größere Teilnehmerzahlen sollten, so Kaiser, bald zugelassen werden. „Ich denke, wir können auch hier eine größere Menge an Trauernden zulassen, wenn sich die Zahlen weiterhin so entwicklen“, so der Kärntner Landeshauptmann.

Weitere regionale Lockerungen

Auch im Sport und der Musik soll es zu Lockerungen kommen. Nachwuchs und Mannschaftssport sollte, so Kaiser, bald wieder möglich sein. Auch das Proben von Blasmusikkapellen könnte bald wieder aufgenommen werden. Genaue Details werden derzeit ausgearbeitet, so Kaiser.

Bundesregierung sieht Vorschläge als positiv

Wann die Vorschläge zu den regionalisierten Corona-Maßnahmen umgesetzt werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Bundesregierung und Bundeskanzler Sebastian Kurz hätten jedoch positiv auf die Kärntner Vorschläge reagiert, heißt es in der heutigen Pressekonferenz.

Kritik aus der heimischen Politik

Auf Unverständnis stoßen die heutigen Entwicklungen bei Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer. Er kritisiert in einer Aussendung, dass man sich bei der heutigen Videokonferenz mit Landeshauptleuten und Bundesregierung nicht auf einen klaren Zeitplan für regionale Lockerungen verständigen konnte. Köfer schlägt vor, in Kärnten bereits mit 1. Juni zu einem normaleren Betrieb zurückzukehren, das soll insbesondere für Schulen und den Handel gelten: „Wir brauchen jetzt keine Konzepte und kein weiteres Zeitspiel, sondern einen glasklaren Fahrplan. Kärnten drängt sich aufgrund seiner Situation wie kaum ein anderes Bundesland für ein regional differenziertes Hochfahren auf.“ Laut Köfer müsse es möglich sein, aufgrund der sehr positiven Corona-Entwicklung in Kärnten, lokal anders vorzugehen. Köfer: „Der Bund ist gefordert, zu handeln.“

Köfer: „Sofort Maskenpflicht beenden“

Die Maskenpflicht solle, so die Forderung Köfers, sofort fallen und in eine Empfehlung umgewandelt werden: „Schüler, Mitarbeiter in der Gastronomie und Kunden von Geschäften müssen von der Maske befreit werden. Es gibt aktuell keinen Grund, die Pflicht aufrechtzuerhalten.“

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