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Der Theaterwagen des Ensemble Porcia (c) Ensemble Porcia/Marco Riebler
Der Theaterwagen des Ensemble Porcia (c) Ensemble Porcia/Marco Riebler © Ensemble Porcia/Marco Riebler

Kunst- und Kulturerlebnis

Kärntner Straßen­theater Festival: Bühne frei für „Coromödie 2020“

Kärnten – „Coromödie 2020“ – unter diesem Titel wird der Theaterwagen des Ensembles Porcia im Sommer 2020 als „Kärntner Straßentheater-Festival“ durch die Kärntner Gemeinden touren.

 3 Minuten Lesezeit (402 Wörter) | Änderung am 26.05.2020 - 20.49 Uhr

Ziel des Vorhabens ist es, Auftrittsmöglichkeiten für von der Corona-Krise stark getroffene Künstlerinnen und Künstler zu schaffen sowie den Menschen vor Ort ein Kunst- und Kulturerlebnis zu bieten. Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser präsentierte die Initiative heute, Dienstag, gemeinsam mit Intendantin Angelika Ladurner und Kulturabteilungsleiter Igor Pucker in einer Pressekonferenz. Premiere ist am Samstag, den 27. Juni, in der Künstlerstadt Gmünd, wo gleichzeitig die Edward Quinn-Ausstellung der Kulturinitiative Gmünd eröffnet wird. Bis Mitte September sind dann an bis zu 75 Spieltagen rund 200 Auftritte möglich. Das Ensemble Porcia tritt mit der Komödie „Dame Kobold“ auf, gemeinsam mit weiteren Theatergruppen, Musik- oder Kabarettkünstlern will man ein fahrendes Minifestival gestalten. „Die ‚Coromödie 2020‘ soll ein starkes Lebenszeichen der Kärntner Künstlerinnen und Künstler sein. Wir werden zeigen, dass man mit Humor, Theater und Kunst auch schwierigen Herausforderungen mutig entgegentreten kann“, betonte der Landeshauptmann.

89.000 Euro Budget

Den Menschen und Urlaubern in den Gemeinden wolle man Kunst und Kultur vor Ort greifbar und konsumierbar machen. „Wir arbeiten dabei mit Sitzplätzen und Aufführungen im Freien, damit möglichst viele zusehen können“, führte der Kulturreferent aus. Das Projektbudget für das Kärntner Straßentheater beträgt 89.000 Euro, je zur Hälfte finanziert vom Bund und Land. Kaiser dankte dem Bund, den Gemeinden und vor allem auch Hans Peter Haselsteiner für die Finanzierung der Tournee. Kaiser geht außerdem davon aus, dass durch die vom Bund angekündigten Erleichterungen im Kulturbereich überhaupt mehr Veranstaltungen – unter Einhaltung klarer Richtlinien – möglich sein könnten als noch vor kurzem gedacht.

Kultur für Jung und Alt

Laut Ladurner soll in den Gemeinden ein Minifestival an einem oder zwei Tagen möglich sein. Geboten werden soll qualitätsvolles Theater, Kinderstücke und Jugendproduktionen, möglich seien auch Kabarett und Musikalisches. Man wolle eine Arbeitsgemeinschaft unter Künstlerinnen und Künstlern bilden, die sich beim Ensemble Porcia melden und mitfahren können. Inhaltlich sollen die Produktionen jedenfalls dem Komödiantischen verpflichtet sein. Die Intendantin will „Humor und Freude“ zum Publikum bringen. In die Situation passend sei auch die Komödie „Dame Kobold“ von Calderón de la Barca, welche das Ensemble Porcia in einer Fassung frei nach h.c.artmann bringe. „Es stammt aus Spanien in der Zeit einer schweren Wirtschaftskrise, in der die Theatergier der Menschen besonders groß war“, so Ladurner.

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