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Vorläufige Frühlingsbilanz der ZAMG

Frühling 2020 hatte „zweitniedrigsten Blitz-Wert seit Messbeginn“

Kärnten – Laut der ZAMG, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, war 2020 einer der 15 trockensten Frühlinge der Messgeschichte. Es gab 19 Prozent mehr Sonnenstunden als im Mittel. Die Temperatur lag 0,8 °C über dem Mittel. Es war außerdem der zweitniedrigste "Blitz-Wert" seit Beginn der Blitzmessungen im Jahr 1992.

 2 Minuten Lesezeit (350 Wörter) | Änderung am 30.05.2020 - 21.58 Uhr

In der österreichweiten Auswertung des Frühlings 2020 waren der März und der April sehr mild und sehr trocken und der Mai etwas zu kühl und etwas zu trocken. „Der Regen im Mai konnte die extreme Trockenheit der Vormonate nicht mehr ausgleichen. Insgesamt fehlen heuer rund 30 Prozent Niederschlag im Vergleich zu einem durchschnittlichen Frühling. Es war somit einer der 15 trockensten Frühlinge der Messgeschichte“, sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), „ähnlich trocken war ein Frühling zuletzt im Jahr 2003.“

Strenger Frost und Sommerhitze

Die Temperatur lag im meteorologischen Frühling 2020 (März, April, Mai) im Tiefland um 0,8 °C über dem vieljährigen Mittel und auf den Bergen um 1,1 °C.

Typisch für einen Frühling war die große Schwankungsbreite der Temperatur: Die tiefste Temperatur unterhalb von 1000 m Seehöhe wurde mit -12,0 °C am 31. März in Bad Bleiberg (K, 909 m) gemessen. Am heißesten war es am 23. Mai mit 32,2 °C an der ZAMG-Wetterstation in Imst (T, 773 m).

Größtenteils relativ wenige Sommertage

Tage über 25 Grad waren heuer etwas seltener als in einem durchschnittlichen Frühling 2020. Der Grund dafür war vor allem der relativ kühle Mai.

So gab es an der ZAMG-Wetterstation Graz Universität im Frühling 2020 nur 2 Sommertage (mindestens 25 °C), in Linz 3. Im vieljährigen Mittel sind es in beiden Städten 7 Sommertage. In Wien Innere Stadt gab es in diesem Frühling 6 Sommertage (Mittel 9), in Eisenstadt 6 (Mittel 7), in Salzburg Freisaal 4 (Mittel 7), in Klagenfurt 6 (Mittel 7). Genau den jeweiligen Mittelwert erreicht haben Innsbruck Universität mit 9 und Bregenz mit 3 Sommertagen. St. Pölten verzeichnete sogar einen Sommertag mehr als im Mittel (heuer 8, im Mittel 7).

Blitze: zweitniedrigster Wert seit Messbeginn

Die relativ wenigen sommerlich warmen Tage waren auch der Grund, dass der Frühling 2020 sehr wenige Gewitter brachte. Das österreichische Blitzortungssystem ALDIS registrierte bisher nur 4.300 Blitzeinschläge. Das ist der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Blitzmessungen im Jahr 1992. Weniger Blitze gab es nur im Frühling 2019 mit 2.300 Einschlägen. Zum Vergleich: 2018 gab es bis Ende Mai einen der fünf höchsten Werte seit Messbeginn mit rund 28.000 Einschlägen.

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