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Politik - Villach
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Scharfe Kritik der FPÖ

FPÖ-Kärnten: „Klares Nein zur Unter­bringung von Asyl­werbern“

Villach/Langauen – Das Innenministerium will in den kommenden Tagen 150 Asylwerberinnen und Asylwerber in die leerstehende Container-Anlage in Villach-Langauen verlegen, wir haben berichtet. Dies sorgt für heftige Kritik seitens der FPÖ.

 3 Minuten Lesezeit (458 Wörter) | Änderung am 05.06.2020 - 19.00 Uhr

Im Laufe dieser Woche werden nach Informationen aus dem Innenministerium bis zu 150 Menschen in Langauen untergebracht, wir haben berichtet. Verlegt werden ausschließlich Menschen mit einem negativen Corona-Test. Die Pläne des Innenministerums stoßen auf scharfe Kritik seitens der FPÖ.

„Villach darf nicht zum Corona-Hot-Spot werden“

Mit Empörung reagierte heute der freiheitliche Stadtrat Erwin Baumann auf bekannt gewordene Pläne des ÖVP-Innenministeriums, in Villach-Langauen erneut 150 Asylwerber unterbringen zu wollen. Er sieht die Verantwortung bei ÖVP-Abgeordneter Peter Weidinger, der ÖVP-Innenminister Karl Nehammer an die spezielle Situation der Tourismusregion Villach erinnern solle. Baumann wörtlich: „Mit knapp einer Million Nächtigungen ist Villach eine der wichtigsten Tourismusregionen Kärntens. Jetzt muss mit allen Mittel verhindert werden, dass durch die völlig überhastete Unterbringung von aus Wien herangekarrten Asylwerbern in Villach ein Corona-Hotspot entsteht, der die mühsam wieder hochgefahrene Wirtschaft in eine tödliche Gefahr bringen würde!“

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Erwin Baumann

Erwin Baumann - © Die Freiheitlichen in Villach Stadt & Land

„Keine Asylwerber-Importe“

Unterstützung bekommt Baumann von dem Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann. „Landeshauptmann Peter Kaiser und Bürgermeister Günther Albl sind offenbar im gefährlichen politischen Tiefschlaf, denn als Kärntner Politiker mit Hausverstand muss man doch geschlossen gegen diesen Asylwerber-Tourismus von ÖVP-Innenminister Nehammer auftreten und sich zur Wehr setzen. Mögliche unsichere oder vielleicht zu hinterfragende Corona-Tests hin oder her, Villach und Kärnten können auf zusätzliche Asylwerber-Importe verzichten“, so FPÖ-Chef Darmann.

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Gernot Darmann

Gernot Darmann - © FPÖ

„Abstandsregeln als Grund unglaubwürdig“

„Es zeigt auch die Unglaubwürdigkeit von Bundeskanzler Sebastian Kurz und seiner sogenannten Asyl- und Sicherheitspolitik. Denn würde es keine Neuaufnahmen von Asylwerbern in Österreich geben, wie es Kurz seit Monaten behauptet, würde es auch keine Notwendigkeit für Umverteilungen von Asylwerbern nach Kärnten und die Reaktivierung von Asylgroßquartieren geben“, betont Darmann. Vollkommen unglaubwürdig sei auch die Behauptung, die Verlegung der 150 Asylwerber würde wegen den Coronavirus-Abstandregelungen erfolgen. „Solche Ausreden kann sich das Innenministerium sparen, denn so eine Notwendigkeit hätte es dann wohl wenn in der Hochphase der Corona-Infektionen im März oder Anfang April geben müssen, aber nicht Monate später“, verweist der FPÖ-Chef.

#Update: „FPÖ soll sachliche Vorschläge einbringen“

Dazu sagt Nationalrat Peter Weidinger: „Wir arbeiten am Comeback für Österreich und stehen für eine klare Linie in der Asylpolitik. Alle Flüchtlinge werden von der AGES auf Corona getestet und nur Menschen mit negativem Ergebnis werden temporär in Langauen untergebracht.“ Weiters betont Weidinger: „Politiker wie Darmann oder Baumann hätten viel Luft nach oben, um sachliche Vorschläge einzubringen.“ Weidinger will konsequent für die Menschen weiterarbeiten. „Wir werden das Comeback auch für Villach und Kärnten schaffen“, schließt der Nationalrat.

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