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Wirtschaft - Kärnten
© Bettina Nikolic

Arbeitsmarktpaket wurde präsentiert

Zusätzliche 20 Millionen Euro für den Kärntner Arbeitsmarkt

Kärnten – Die Landesregierung informierte heute im Zuge einer Pressekonferenz über das neue Arbeitsmarktpaket in Kärnten. Das Budget wurde auf rund 62 Millionen Euro aufgestockt. Besonders im Bereich Lehrausbildung soll es Förderungen geben. 

 4 Minuten Lesezeit (480 Wörter) | Änderung am 05.06.2020 - 11.48 Uhr

Das Budget für den Kärntner Arbeitsmarkt wurde um 20,98 Millionen Euro aufgestockt, das wurde heute im Zuge einer Pressekonferenz verkündet. Ursprünglich lag das Budget 41,9 Millionen Euro, nun wurde auf 62,8 Millionen Euro erhöht. Ein wirkungsvolles Maßnahmenpaket für den Kärntner Arbeitsmarkt hat das Land Kärnten gemeinsam mit dem AMS Kärnten geschnürt.

Stabilität für Kärntens Berufs- und Ausbildungswelt

Insgesamt 20,98 Millionen Euro mehr finden sich nun für die Kärntner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Territorialen Beschäftigungspakt 2020 (TEP). Somit erhöht sich der TEP 2020 auf 62,88 Millionen Euro: „Corona hat uns alle hart getroffen. Nun heißt es, solidarisch zusammenzustehen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und gezielt mit sinnvollen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für die nötige Stabilität zu sorgen, um Arbeits- und Ausbildungsplätze nachhaltig zu schaffen und abzusichern“, betonte Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Freitag, bei der Pressekonferenz.

Unterstützung in der Lehrausbildung

Ein großer Teil des Geldes soll in die Investition von Lehrausbildungen fließen. Da man besonder im Tourismus hoch motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter brauche, soll es einen Ausbau der überbetrieblichen Lehrausbildungen geben. Die Maßnahmenplätze sollen verdoppelt werden, von aktuell 50 auf 100 Plätze. verdoppelt. verdoppelt von 50 auf 100. Auch ein Förderungsprogramm für Arbeitssuchende über 50 soll es geben.

Reintegrationsmaßnahmen werden gesetzt

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Qualifizierungsförderung. „Indem wir Höherqualifizierungen fördern, sichern wir bestehende Beschäftigungsverhältnisse ab – das ist die effektivste Investition in Kärntens Zukunft“, zeigten sich Schaunig und Wedenig überzeugt. Aber auch neue Beschäftigungsprojekte für junge Erwachsene, die vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt sind, werden konzipiert. Um 950 Plätze aufgestockt werden Reintegrationsmaßnahmen für Arbeitslose in Form von Eingliederungsbeihilfen und Arbeitsstiftungen. „Besonders Implacementstiftungen, die die aktive Mitgestaltung der entsprechenden Fachkräfteausbildung für Unternehmen zulassen, bieten einen unglaublichen Mehrwert für Arbeitnehmende und Arbeitgebende“, betonte Schaunig.

AK Forderungen wurden aufgenommen

AK-Präsident Goach begrüßte am Freitag die von Arbeitsmarktreferentin Schaunig und AMS-Chef Wedenig präsentierten 1.320 zusätzlichen Maßnahmen- und Stiftungsplätze für Kärnten. AK Forderungen wurden aufgenommen, Schwerpunkte für Lehrlinge, junge Menschen und ältere Arbeitslose wurden gesetzt: die überbetriebliche Lehre wird ausgebaut, durch die Förderung von Weiter- und Höherqualifizierungen werden Beschäftigungsverhältnisse gesichert und mit den Arbeitsstiftungen wertvolle Projekte für ältere Beschäftigte geschaffen.

Vorausschauendes und flexibles Handeln gefragt

Die Bewältigung der Krise werde ein langfristiges Unterfangen, fasste Goach abschließend zusammen: „In einigen Geschäftsbereichen werden die Auswirkungen erst im letzten Quartal oder auch erst ab 2021 zu spüren sein und auch dann wird es entsprechende Maßnahmen geben müssen. Die Ankündigung, Kontingente bei verstärkter Nachfrage aufzustocken, bewerte ich sehr positiv. Gemeinsam müssen wir sowohl vorausschauend als auch flexibel handeln – das ist das Gebot der Stunde. Die angekündigten Evaluierungen machen bedarfsgerechte Nachschärfungen möglich.“

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