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40 der 140 Maßnahmen im Masterplan werden heuer bereits in Angriff genommen.
40 der 140 Maßnahmen im Masterplan werden heuer bereits in Angriff genommen. © 5min.at

Masterplan Radmobilität 2025:

140 Maßnahmen für Kärntner Radwege­netz präsentiert

Kärnten – Vor fast genau einem Jahr haben die Landesräte Martin Gruber und Sebastian Schuschnig den Startschuss für die Ausarbeitung eines landesweiten Handlungsplans für Kärntens Radmobilität erteilt. Am heutigen Montag, dem 8. Juni, wurde der Masterplan Radmobilität 2025 präsentiert. 140 Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

 4 Minuten Lesezeit (568 Wörter)

Nach einem breit angelegten Arbeitsprozess, in dem neben Experten auch die Gemeinden, die Tourismusverbände und die Tourismusregionen eingebunden waren, präsentierten Gruber und Schuschnig heute, Montag, den fertigen Masterplan Radmobilität 2025. „Es ist kein Papier für die Schublade, sondern ein jährliches, intensives Arbeitsprogramm, das alle Arten von Radfahrern berücksichtigt“, betonten beide Landesräte. Enthalten sind insgesamt mehr als 140 Maßnahmen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Sie widmen sich den Bereichen Alltag und Beruf, Tourismus, Freizeit und Wirtschaft sowie Infrastruktur und Innovation. Rund 400 Vorschläge wurden auch von der Bevölkerung im Rahmen eines Ideenwettbewerbs eingereicht. Viele davon wurden im Masterplan berücksichtigt.

Kärnten als Vorzeigeland für Radmobilität

„Wir wollen den Anteil der Radfahrer konsequent steigern und Kärnten zu einem Vorzeigeland für Radmobilität machen – sowohl für Einheimische als auch für Touristen. Dazu gehört in erster Linie eine sichere und zeitgemäße Radinfrastruktur“, betonte der für den Radwegebau zuständige Landesrat Martin Gruber. In Zukunft soll es jährlich ein eigenes Budget für den Neubau und den Erhalt von Radwegen geben. Für 2020 wurden dafür bereits 2,5 Millionen Euro reserviert. In der Vergangenheit sei nur ein Bruchteil dieser Summe investiert worden, so Gruber.

Ausbau des Radwegenetzes

Neben den bereits begonnenen Bauprojekten, u.a. in der Lieserschlucht sowie am Wörthersee Südufer, sollen in den nächsten Jahren alle Kärntner Badeseen mit dem Rad erreichbar sein. Lückenschlüsse im überregionalen Radwegenetz zu allen Bezirkshauptstädten sowie Radhighways sollen gebaut werden. „Für den Erhalt der Radwege werden wir ein Güteklassenkataster einführen, das öffentlich einsehbar ist. Schlaglöcher und andere Schäden sollen auch digital gemeldet werden können“, kündigte Gruber an. Angedacht ist in den nächsten Jahren auch eine App, die Radfahrern beispielsweise als digitaler Routenplaner dienen und ihnen einen Überblick über die gesamte Infrastruktur von Rastplätzen bis hin zu Toiletten geben könnte.

Anbindung an Öffentlichen Verkehr

Zentral sei es auch, Radfahren an den Öffentlichen Verkehr anzubinden, sagte Mobilitätsreferent Sebastian Schuschnig. „Denn das ist eine Voraussetzung dafür, dass das Fahrrad als Fortbewegungsmittel im Alltag Akzeptanz findet.“ An weiteren Kooperationen mit den ÖBB, wie der vor kurzem gestartete Tauernsprinter, der Möglichkeit der Fahrradmitnahme auch in Regionalbussen und der Erreichbarkeit von Mobilitätsdrehscheiben mit dem Fahrrad wolle man intensiv arbeiten. Die Schaffung sicherer Rad-Parkzonen und Rad-Abstellmöglichkeiten im öffentlichen Raum soll Erleichterungen für Alltagsradler bringen. Im touristischen Bereich habe Kärnten ein hohes Potenzial als Raddestination, „wir dürfen uns aber nicht auf schon Erreichtem ausruhen, sondern müssen konsequent an unserem radfreundlichen Image arbeiten“, sagte Schuschnig. Er nannte Projekte wie eine landesweit einheitliche Beschilderung zu touristischen Zielen sowie von Mountainbike-Routen, Investitionen in die E-Bike-Infrastruktur auf Bergstrecken sowie die Einführung einer eigenen Rad-Card, um Rad und Bahn besser vernetzen zu können.

Intensive Arbeit bis 2025

40 der 140 Maßnahmen im Masterplan werden heuer bereits in Angriff genommen. Und so intensiv soll es bis 2025 und darüber hinaus auch weitergehen. „Es wird jedes Jahr eine herausnehmbare Karte zum Radmasterplan geben, auf der die pro Jahr geplanten Maßnahmen transparent abgebildet sein werden“, kündigten Gruber und Schuschnig an. Im Anschluss an die Präsentation fand die Verlosung für die Preise des Ideenwettbewerbs „Kärnten am Rad“ statt. Sie wurden von den Partnern Bärenbikes, Hervis sowie Papin-Sport zur Verfügung gestellt.

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