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Wirtschaft - Kärnten
Heuer geht es dem Unkraut manuell an den Kragen - Glyphosat wird keines mehr verwendet.
Heuer geht es dem Unkraut manuell an den Kragen - Glyphosat wird keines mehr verwendet. © pixabay

Gemeinsam für eine saubere Region

Unkraut entfernen ohne Chemie: Kein Glyphosat mehr auf der Gailtalbahn

Gailtal – Nach einer zweistündigen Diskussion wurde heute im Rathaus von Dellach entschieden: Ab sofort wird kein Glyphosat mehr auf der Gailtalbahnstrecke eingesetzt. Unter anderem werden die Bürger gebeten, sich an der Pflege zu beteiligen. Das heißt: Heuer geht es dem Unkraut manuell an den Kragen.

 2 Minuten Lesezeit (283 Wörter)

Unter dem Motto “Beim Reden kommen die Leute zusammen” fand heute im Rathaus von Dellach eine hochkarätige und sehr konstruktive Sitzung zum Thema Vegetationskontrolle entlang der Gailtalbahnstrecke statt. Auf Einladung der drei Bürgermeister Hermann Jantschig, aus Kirchbach, Johannes Lenzhofer, aus Dellach und Josef Zoppoth, aus Kötschach Mauthen, trafen sich Vertreter des Verein Gailtalbahn, von Slow-Food-Travel, dem Bienenzüchterverein und weitere Experten.

Nach 2 Stunden Diskussion das Ergebnis

Nach zweistündiger professioneller und sachlicher Diskussion wurde dem Kompromissvorschlag von Andreas Mühlsteiger, der Obmann des Verein Gailtalbahn, zugestimmt, dass ab sofort kein Glyphosat mehr auf der Strecke eingesetzt wird. Der Ankündigung von Bürgermeister Zoppoth folgend werde man die Zeit bis in den Herbst dafür nutzen, um mit Umwelt-Landesrätin Sara Schaar und anderen Vertretern der Landesregierung die geeignetsten Alternativen und deren Finanzierung abzuklären. Als geeignet erscheinen Tests mit Heißwasser und Pelargonsäure. Unabhängig davon einigte man sich darauf, dass heuer ausschließlich mechanisch gearbeitet werden wird.

Bürger werden gebeten, sich um die Strecke zu kümmern

Alle Sitzungsteilnehmer haben sich klar und unmissverständlich für den Verein Gailtalbahn ausgesprochen und ihre vollste Unterstützung auch hinsichtlich der bevorstehenden Draisinennutzung zugesagt. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten gelte dies auch für die Gemeinden des Tals. Leopold Feichtinger hat seitens Slow-Food-Travel die Idee der “Patenkilometer” in die Diskussion eingebracht und den ersten Kilometer selbst übernommen.

Gemeinsam werde man die Bürgerinnen und Bürger des Tals bitten, sich an der jährlichen Pflege der Strecke zu beteiligen. Abgestimmt werden die Mäharbeiten mit dem Verein Gailtalbahn. Abschließend betonten Bürgermeister Lenzhofer, Zoppoth und Jantschgi ihren Dank für dieses vertrauensbildende und zukunftsweisende Vorgehen aller Beteiligten.

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