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Schutzweg in der Kraßniggstraße

Kritik an Verkehrs­abteilung: „5 Jahre(!) für einen Zebrastreifen“

Kraßniggstraße – 5 Jahre habe es gedauert, bis die Verkehrsabteilung den Schutzweg in der Kraßniggstraße installieren lies. Viel zu lange, wenn es nach Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Grüne) geht. Stadtrat Christian Scheider (FPÖ) weist die Vorwürfe zurück. 

 3 Minuten Lesezeit (465 Wörter) | Änderung am 15.06.2020 - 18.05 Uhr

„Politik für die Bürger*innen zu machen, das ist meine Aufgabe und die nehme ich sehr ernst“, betont Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. Dass es bei der Umsetzung oft erheblichen Widerstand in gewissen Fachabteilungen zu überwinden gilt, ist leider die Regel. Als jüngstes Beispiel dafür sieht Schmid-Tarmann die 5 Jahre, welche die Verkehrsabteilung gebraucht hat, um endlich den Schutzweg in der Kraßniggstraße zu installieren.

„Gefährliche Straßenquerung für Patienten und Pflegepersonal“

Pfleger*innen mit betagten, im Rollstuhl sitzenden Patient*innen müssen oft zwischen Klinikum und Geriatrie die stark befahrene Kraßniggstraße queren. Die Grüne Gemeinderätin beschreibt die Situation wie folgt: „Die motorisierten Verkehrsteilnehmer*innen sind augenscheinlich mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs. Ich habe mir selbst ein Bild von der Gefahrenstelle gemacht und das schon im Jahr 2015. Die Verkehrsabteilung hat meinen, am 28. Oktober 2015 im Gemeinderat gestellten, Antrag zur Errichtung eines Schutzweges 5 Jahre lang verschleppt.“ Auch die Einhaltung des Tempolimits in der Kraßniggstraße muss die Behörde vermehrt kontrollieren.

„Grüner Erfolg für wichtiges Anliegen“

„Anrufe von erfreuten Pflegekräften – der Zebrastreifen ist seit letzter Woche Realität – zeigen mir, wie notwendig meine Forderung für einen Schutzweg östlich der Abfahrtsrampe der Geriatrie war“, ist Evelyn Schmid-Tarmann überzeugt. Gemeinderats-Anträge zu Verbesserungen im Straßenbereich wurzeln laut der Gemeinderätin fast ausschließlich in Anregungen der direkt betroffenen Klagenfurter*innen. „Darum erwarte ich mir von der Verkehrsabteilung, dass sie die Entschärfung von Gefahrenstellen vorrangig behandelt, anstatt konstruktive Vorschläge zu boykottieren“, so die Grüne Gemeinderätin Schmid-Tarmann abschließend.

Stadtrat Scheider weist Kritik zurück

Kürzlich äußerte sich Stadtrat Christian Scheider zu den Vorwürfen. „Nachdem der Antrag auf die Anbringung eines Fußgängerüberganges in der Kraßnigstraße von Gemeinderätin Schmid-Tarmann eingebracht wurde,  erfolgten immer wieder entsprechende Frequenzerhebungen durch die Fachabteilung der Stadt“, so Scheider. Dies sei notwendig, da für die Errichtung eines Schutzweges eine durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit bestimmte Frequenz an querenden Fußgängern vorgeschrieben sei. „Wird diese nicht erreicht, und das war bei den vorausgegangenen Messungen der Fall, kann kein Schutzweg umgesetzt werden“, weiß der Stadtrat.

Erst die letzte Erhebung im Herbst 2019 habe demnach eine ausreichende Fußgängerfrequenz angezeigt. „Daraufhin hat sich die Abteilung Straßenbau und Verkehr mit der KABEG und der in der Kraßniggstraße angesiedelten Geriatrie in Verbindung gesetzt und weitere Absprachen für Sicherheitsmaßnahmen im dortigen Verkehrsbereich abgestimmt. So hat es sich ergeben, dass der Gehweg an geeigneter und gut einsehbarer Stelle abgesenkt wurde und ein Fußgängerübergang installiert wurde“, erklärt Scheider. Die Fachabteilung habe entsprechend der Vorgaben des ​Verkehrskuratoriums gehandelt und der Schutzweg wurde laut Scheider unter Berücksichtigung der dort herrschenden Verkehrssituation und im Sinne der Betroffenen umgesetzt.

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