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Politik - Kärnten
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Kritik an Landesregierung

Traditionsfeier am 10. Oktober abge­sagt: „Schlag ins Gesicht der Bevölkerung“

Kärnten – Die Absage der Traditionsfeier zum 10. Oktober sei voreilig, zeigt sich Vizebürgermeister Wolfgang Germ heute enttäuscht. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass das Fest der Täler so voreilig und mit dem schlichten Hinweis auf Corona einfach abgesagt wird", so Germ. Diese Meinung teilt auch FPÖ-Obmann Gernot Darmann: "Die vorzeitige Absage der 10. Oktober-Feier in Klagenfurt durch SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser ist ein Schlag ins Gesicht der Kärntner Bevölkerung und der Brauchtumsvereine."

 3 Minuten Lesezeit (439 Wörter) | Änderung am 17.06.2020 - 12.16 Uhr

„Die Kärntner VIPs treffen sich im Wappensaal auf engstem Raum, während die traditionsreiche Festveranstaltung für die Kärntner Bürgerinnen und Bürger wegen Corona abgesagt wird“, kritisiert Vizebürgermeister Wolfgang Germ (FPÖ) in einer aktuellen Presseaussendung. Laut ihm sei es nicht nachvollziehbar, dass das „Fest der Täler so voreilig und mit dem schlichten Hinweis auf Corona einfach abgesagt wird.“

Keine Feier zum 100-jährigen Jubiläum

„Der 10. Oktober prägt Kärnten wie kein zweiter Tag. Dass jetzt auch noch genau das 100-jährige Jubiläum ausfallen soll stößt sowohl traditionellen Vereinen als auch vielen heimatbewussten Kärntnerinnen und Kärntnern vor den Kopf. Ich hoffe, der Landeshauptmann überdenkt seine Entscheidung noch einmal“, sagt Germ. Eine geordnete Feier, um das 100 Jährige Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung traditionsreich mit der Bevölkerung zu feiern, wäre unter der Einhaltung von  bestimmten Regeln durchaus möglich gewesen, meint der Vizebürgermeister. Die heutige Absage sei für die Landeshauptstadt Klagenfurt und ihre Betriebe auch ein wirtschaftlicher Verlust.

„Schlag ins Gesicht der Bevölkerung“

Diese Meinung teilt auch FPÖ-Obmann Gernot Darmann  „Die vorzeitige Absage der 10. Oktober-Feier in Klagenfurt durch SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser ist ein Schlag ins Gesicht der Kärntner Bevölkerung und der Brauchtumsvereine, die bereits viel Arbeit und Herzblut in die Vorbereitung des Festes der Täler investiert haben. Diese Absage ist ein verantwortungsloses Signal in Richtung jener Kulturträger, welche die stolze Geschichte des Landes Kärnten Jahr für Jahr hochhalten“, kritisiert Darmann in einer Aussendung.

„Falsches Signal“

Kritische Stimme gibt es auch aus Villach: „Als falsches Signal an die Jugend bezeichnete heute Villachs FPÖ-Stadtrat Erwin Baumann die vorschnelle Absage der Feierlichkeiten aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums der Kärntner Volksabstimmung durch den Landeshauptmann. „Ich habe den Eindruck, dass Peter Kaiser in der Corona-Krise einen willkommenen Anlass gesehen hat seine ablehnende Haltung zum Gedenken an Abwehrkampf und Volksabstimmung zu dokumentieren!“, kritisierte Baumann.  Das Bekenntnis zur eigenen Geschichte müsse allerdings in jedem Fall über den parteipolitischen Befindlichkeiten des jeweiligen Landeshauptmannes stehen. „Auch Corona wird es nicht gelingen, die dankbare Erinnerung an den 10. Oktober 1920 auszulöschen“, so Baumann wörtlich. „Die Absage der Landesfeierlichkeiten als ‚Fest der Täler’ ist für mich nicht akzeptabel! Es ist einfach schade, dass die Geschichte und der Stolz unseres Heimatlandes der ‚Corona-Angst‘ geopfert werden“, erklärt heute auch Villach Lands FPÖ-Bezirkschef und Afritzer Bürgermeister Maximilian Linder in einer Aussendung. Für Maximilian Linder gibt es keinen triftigen Grund die Landesfeier so frühzeitig abzusagen.

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