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Wirtschaft - Kärnten
Am Bild (v.l.): Paula Müllmann, Bgm. BR Günther Novak, Elke Beneke, LR.in Sara Schaar, Peter Angermann, Gudrun Batek, Joachim Gfreiner und Sabine Seidler.
Am Bild (v.l.): Paula Müllmann, Bgm. BR Günther Novak, Elke Beneke, LR.in Sara Schaar, Peter Angermann, Gudrun Batek, Joachim Gfreiner und Sabine Seidler. © Büro LR.in Schaar

In Mallnitz:

Kärnten bekommt erstes Klima- und Umwelt­bildungszentrum in Europa

Mallnitz – In Mallnitz entsteht bald das erste Europäische Kompetenzzentrum für Klima und Umwelt. Es soll zur Stärkung der regionalen Entwicklung und transdisziplinären Vernetzung beitragen.

 4 Minuten Lesezeit (506 Wörter) | Änderung am 17.06.2020 - 11.24 Uhr

Kürzlich wurde der Vertrag zur Gründung des ersten Europäischen Klima- und Umweltbildungszentrums (EKUZ) in Mallnitz zwischen Nationalparkreferentin LR.in Sara Schaar, Bürgermeister Günther Novak, dem Alpenverein Österreich, dem Verein ProMÖLLTAL, der GRIPS e.U. sowie der Hohe Tauern – die Nationalpark-Region in Kärnten Tourismus GmbH unterzeichnet. Die Kooperation wurde heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung präsentiert.

Einzigartig in ganz Europa

Ziel des Partnerschaftsübereinkommens ist die gemeinsame Nachnutzung der Villa Liebermann in Mallnitz als Kompetenzzentrum für Klima und Umwelt, das in seiner Form nicht nur im Alpenraum, sondern in ganz Europa einzigartig ist. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der regionalen Entwicklung, die transdisziplinäre Vernetzung auf nationaler und internationaler Ebene als auch die europaweite Bewusstseinsbildung zu Klima- und Umweltfragen. Durch innovative Lehr- und Lernangebote soll ein entscheidender Beitrag zur Sensibilisierung im Bereich Klima- und Umweltschutz geleistet sowie der nachhaltige Tourismus im Sinne einer Weiterentwicklung des Nationalparks Hohe Tauern forciert werden.

Umsetzung einer Forderung aus dem Regierungsprogramm

„Die Umsetzung eines Entwicklungsprogramms für Nationalparkgemeinden zur Bewahrung von Natur und Umwelt für künftige Generationen, insbesondere die Nachnutzung der Villa Liebermann, stellt einen wesentlichen Teil des Regierungsprogramms der Legislaturperiode 2018-2023 dar. Ich bin hoch erfreut, dass wir nach intensiven Vorarbeiten nun den Startschuss für das Erste Europäische Klima- und Umweltbildungszentrum (EKUZ) in Mallnitz gesetzt und dadurch eine weitere zentrale Forderung aus dem Regierungsprogramm umgesetzt haben“, bekräftigt Nationalparkreferentin Schaar.

Was wird im EKUZ angeboten?

Angeboten werden am Bildungsstandort Mallnitz künftig praxisnahe und qualitativ hochwertige Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte der Kindergärten und Schulen. „Junge Menschen sollen Problemlösekompetenz und Selbstvertrauen entwickeln. Dazu liefert die innovative Methodik des ‚Forschenden und Entdeckenden Lernens‘ das richtige Werkzeug. Sie vermittelt Fähigkeiten, die weit über die Kindheit hinaus für die Persönlichkeitsentwicklung und spätere Berufsbiografie von Bedeutung sind. In unserer sich schnell verändernden Welt müssen sich die Menschen orientieren können und offen für Neues bleiben“, so Projektpartnerin Gudrun Batek, GRIPS E.U.

Zusätzliche Impulse im Rahmen des EKUZ

Der Verein ProMÖLLTAL setzt im Rahmen des EKUZ zusätzliche Impulse zur innovativen Weiterentwicklung. „Unsere Vereinsprojekte und Initiativen wie das internationale FORUM ANTHROPOZÄN, welches morgen bereits zum dritten Mal stattfindet, unterstützen den ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Grundgedanken und eine verantwortliche Lebensgestaltung. Dabei gehen wir der zentralen Frage nach, wie sich Menschen wieder verstärkt als Einheit mit der Natur erleben können und wie Innovation für eine nachhaltige Entwicklung und der globale Wandel als Chance für eine bewusste Gestaltung unserer Zukunft genützt werden kann“, erläutert Sabine Seidler, Obfrau des Vereins ProMÖLLTAL.

„Bessere Auslastung der Betriebe“

Die Nationalpark-Tourismusregion erwartet sich durch die Etablierung des EKUZ in Mallnitz etwa den Zugang zu neuen Gästeschichten für die Region. „Wir rechnen mit einer besseren Auslastung der Betriebe durch das angebotene Fortbildungsprogramm, speziell in der Nebensaison“, so Paula Müllmann, Hohe Tauern – die Nationalpark-Region in Kärnten Tourismus GmbH.

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