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Politik - Klagenfurt
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SYMBOLFOTO © Marcel Fischer

Gemeinderat Elias Molitschnig:

Soll die Klagenfurter Innenstadt autofrei werden?

Klagenfurt – Zum Thema „Autofreie Innenstadt“ nahm kürzlich auch Gemeinderat Elias Molitschnig Stellung. Für ihn sei eine Autofreie Innenstadt das klare Ziel. Teilst du diese Meinung?

 3 Minuten Lesezeit (360 Wörter) | Änderung am 17.06.2020 - 18.58 Uhr

Derzeit flammen Diskussionen um eine „Autofreie Innenstadt“ für Klagenfurt auf. Laut Gemeinderat Elias Molitschnig (Grüne) äußerte sich auch Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz bereits dazu. „Die Zone innerhalb des Ringes sei zu groß um die Autos vollkommen aus der Innenstadt auszusperren‘“, soll die Aussage der Bürgermeisterin gewesen sein. Molitschnig vergleicht Klagenfurt diesbezüglich in einer Presseaussendung mit der spanischen Stadt Pontevedra. „Pontevedra im norwesten Spaniens ist als Stadt durchaus mit Klagenfurt vergleichbar, hat vor mehr als 20 Jahren die Autos aus ihrem Zentrum verbannt. Auf den öffentlichen Plätzen spielen nun Kinder und die Einwohner*innen haben die neu gewonnene Aufenthaltsqualität schätzen gelernt“, so der Gemeinderat.

In Wien: „Sogar Wirtschaftskammer ist für Fußgängerzone“

„Menschen die länger verweilen geben mehr Geld aus. Die WKO Wien hat die Zeichen der Zeit schon erkannt – als kleiner Denkanstoß für die WKO Kärnten“, schlägt Molitschnig mit einem Augenzwinkern vor. Auch in der spanischen Stadt soll es anfänglich massiven Widerstand von Seiten des Einzelhandels gegeben haben. Solange, bis die Umsatzzahlen selbst die starrköpfigsten Gegner eines Besseren belehrt haben sollen.

„Den FußgängerInnen uneingeschränkten Vorrang geben“

Laut Molitschnig sei die Benachteiligung von Fußgänger- und Radfahrer*innen im Straßenverkehr von Klagenfurt allgegenwärtig. Als Beispiel nennt der Gemeinderat die Ampelgeregelte Schutzwege mit zu kurzen Grünphasen (Villacherring-Villacherstraße), Druckknopfampeln mit zu langen Wartephasen (Rosentalerstraße, Höhe Richard Wagner Straße), und Druckknopfampeln an Radwegen (Südring-Waidmannsdorferstraße) . „Eine Begegnungszone macht noch keinen Sommer“, bedauert der Grüne Gemeinderat die „stiefmütterliche Behandlung“ des Themas.

Autofreies Klagenfurt als Vorgabe für ein Gesamtkonzept

„Selbst wenn ein strategisch-visionäres Gesamtkonzept für die City unabdingbar ist, müssen schon jetzt Einzelentscheidungen getroffen werden, die der Gesellschaft einen Mehrwert bringen. Das große Ziel muss sein, die Innenstadt schrittweise autofrei zu gestalten“, findet Molitschnig. Erneut erwähnt der Gemeinderat abschließend die Stadt Pontevedra. Hier soll durch die Autofreie Maßnahmen die Schadstoffbelastung um 70 Prozent reduziert worden sein. „Das ist gelebter Klimaschutz, der auch Klagenfurt ein wichtiges Anliegen ist“, betont Elias Molitschnig „und es bringt mehr Lebensqualität für uns alle.“

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