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Politik - Kärnten
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Erlass betrifft auch Kärnten

Zum Wohl der Lebewesen: Tiertransporte vorerst gestoppt

Österreich/Kärnten – Tierschutzminister Rudolf Anschober ist es gelungen, Langstreckentransporte von Zuchtvieh über mehrere tausend Kilometer nach Zentralasien durch einen Erlass massiv zu erschweren. Der Erlass betrifft auch Kärnten, wo in St. Veit an der Glan über viele Jahre regelmäßig Rinder nach Usbekistan und Aserbaidschan abgefertigt wurden.

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Ich freue mich sehr über diesen wichtigen grünen Erfolg“, sagt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten und Nationalratsabgeordnete. Man hat festgestellt, dass es bei Transporten aus Ländern wie Usbekistan, Aserbaidschan oder Kasachstan keine zugelassenen Aufenthaltsorte und nur ungeeignete Ställe in Russland gibt. Aus diesem Grund darf nicht mehr durch Russland transportiert werden.

Betrifft auch Kärnten

Der Erlass betrifft auch Kärnten, wo in St. Veit an der Glan über viele Jahre regelmäßig Rinder nach Usbekistan und Aserbaidschan abgefertigt wurden. Der Kärntner Tierschutzexperte und Tierarzt Dr. Alexander Rabitsch weiß, dass die Tiere nach den Strapazen einer überlangen Reise stets ein ungewisses Schicksal erwartet: „Hochleistungs-Rinder vertragen zumeist das sommerlich-heiße Steppenklima Zentralasiens nur sehr schwer und erkranken häufig. Es gibt kaum Berichte über einen Herdenaufbau durch die angeblichen Zuchtrinder aus Europa.“

Wohlbefinden der Tiere an erster Stelle

„Wir Grüne treten für eine starke Bauernschaft ein, die führend in regional wirksame Kreisläufe eingebunden ist, für eine gerechte Bezahlung von landwirtschaftlichen Produkten und für ein uneingeschränktes Wohlbefinden der Tiere. Dazu aber muss aktiv alles verhindert werden, was Tieren schadet“, führt Voglauer aus. Auch der Langstreckentransport in weit entfernte Länder, denn: „Niemand darf eine Tierbeförderung durchführen oder veranlassen, wenn den Tieren dabei Verletzungen oder unnötige Leiden zugefügt werden könnten“, so Voglauer abschließend.

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