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Entsorgungsreferent Vizebürgermeister Wolfgang Germ und die Entsorgungs-Mitarbeiter reinigen die 2.000. Tonne in der Behälterwaschanlage.
Entsorgungsreferent Vizebürgermeister Wolfgang Germ und die Entsorgungs-Mitarbeiter reinigen die 2.000. Tonne in der Behälterwaschanlage. © StadtPresse/Spatzek

Klagenfurts "Waschmaschine"

Saubere Sache: 2.000 Tonnen in Wasch­anlage gereinigt

Klagenfurt – Mit heißem Wasser und Reinigungsmittel geht es in der vollautomatischen Behälterwaschanlage gegen verschmutzte Mülltonnen – die Auslastung ist mit etwa 222 gesäuberten Behältern pro Monat seit Oktober 2019 gut.

 3 Minuten Lesezeit (476 Wörter)

Auf Hochtouren läuft Kärntens größte „Waschmaschine“ für Müllbehälter aller Art, angesiedelt am Areal der Kläranlage Klagenfurt. Am Donnerstag wurde bereits die 2000. Tonne in der vollautomatischen Behälterwaschanlage mit heißem Wasser und Reinigungsmittel innen und außen gereinigt. Und das in lediglich 9 Monaten Betriebszeit, inklusive Corona-Pause. Das entspricht einer Waschleistung von durchschnittlich 222 Tonnen pro Monat. Die 450 m2 große Anlage kann aber noch viel mehr. Von hier aus werden auch die Reparatur, Beklebung, Lagerung und der Tausch der etwa 60.000 Behälter verschiedener Bauart und Größe (mit 120 Liter bzw. 240 Liter und 1.100 Liter-Container) für ganz Klagenfurt koordiniert – damit den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern zeitgerecht einwandfreie Behälter zur Sammlung von Restmüll und Altstoffen zur Verfügung stehen.

Auf Wunsch der Bevölkerung

„Die Behälterwaschanlage war auch ein Wunsch der Bevölkerung, wie unsere Umfrage ergeben hat. 2.000 gereinigte Tonnen zeigen, dass dieses Service schon gut von Privaten und Genossenschaften angenommen wird“, zeigt sich Entsorgungsreferent Vizebürgermeister Wolfgang Germ über die aktuelle Auslastung erfreut. Neben der Behälterwaschanlage, die durch ein eigenes Recyclingsystem einen geringen Wasser- und Energieverbrauch aufweist, gehören auch ein 220 m2 großes, überdachtes Freilager für sämtliche 2- und 4-Radbehälter und eine 500 m2 große asphaltierte Freifläche zum Bestand. Mit der Behälterwaschanlage konnten außerdem zwei Arbeitsplätze in Vollzeit geschaffen werden. Die benötigte Energie kommt von einer Solaranlage am Dach und von Abwärme-Nutzung des Waschvorgangs.

Effiziente Anlage

Das ist nur einer der Vorteile gegenüber einer ebenfalls zur Diskussion gestandenen „mobilen Behälterreinigung“. Zudem kommt eine mobile Lösung nicht an die Qualität einer stationären Reinigung heran. Wegen der beschränkten Wassermengen bei einer mobilen Anlage kann eine letzte Spülung mit Frischwasser nicht garantiert werden. Die mobile Anlage müsste aus Kapazitätsgründen daher hinter jedem Müllfahrzeuge nachtransportiert werden um Behälter reinigen zu können. „Ebenso wären keine Wartungsarbeiten wie die Reparatur von defekten Deckeln und Rädern möglich. Für Klagenfurt ist die stationäre Behälterwaschanlage daher die effizienteste und vor allem umweltfreundlichste Lösung“, betont Gernot Bogensberger, Leiter der Abteilung Entsorgung. In die gesamte Anlage hat die Stadt 1,6 Millionen Euro investiert.

Mülltonnen reinigen lassen

Bürger können verunreinigte Mülltonnen abholen lassen oder selbst zum Standort in der Boltzmannstraße 1 bringen. Gerade jetzt in den Sommermonaten sind saubere Behälter wichtig, da sich bei höheren Temperaturen in der Tonne schnell Geruch, Keime und Bakterien bilden können. Der Mülltonnentausch kann bei der Abteilung Entsorgung unter Telefon 0463 537 3344 bzw. 3345 oder via Email [email protected] angefordert werden. Wenn man die Behälter selbst bringt, zahlt man 9,80 Euro. Lässt man sich einen gereinigten Behälter nachhause zustellen, bezahlt man 20 Euro für Reinigung und Zustellung. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7 bis 14 Uhr.

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