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Leute - Kärnten
© Pixabay

Sucht wird zum Problem

Coronakrise: Caritas erwartet Verschärfung der Armuts­situation

Kärnten – Mit Stand 15. Juni 2020 sind 25.174 Menschen in Kärnten arbeitslos gemeldet und 68.336 Menschen in Kurzarbeit, berichtet die Caritas in einer Aussendung.  Die Caritas erwartet eine Verschärfung der Armutssituation in Folge der Corona-Pandemie.

 2 Minuten Lesezeit (324 Wörter)

Dann nämlich, wenn der Mietaufschub beendet und das Sparguthaben aufgebraucht sind sowie die Kurzarbeit ausläuft. Allein ein Drittel der rund 600 Menschen, die sich seit Ausbruch der Krise bis Mitte Mai trotz eingeschränkter Kontaktmöglichkeiten an die Caritas gewandt haben, waren noch nie in Kontakt mit ihr.

Zunahme bei Suchtberatung

Um 100 Prozent zugenommen hat in diesem Zeitraum mit 337 Beratungen die Suchtberatung. Dass die Not groß ist und sich die Bedingungen am Arbeitsmarkt verschärft haben, beweist, dass allein im Mai 2020 die Neuanträge um Sozialhilfe bei Männern um 137 Prozent gestiegen sind. – Und das, obwohl Männer normalerweise weniger offensiv um Hilfe bitten als Frauen. „Neben Arbeitslosigkeit sind Einsamkeit und Isolation die verheerenden Nebenwirkungen von Covid-19. Deshalb muss uns in Zukunft etwas Besseres einfallen als social distancing und Besuchsverbote“, ist Caritasdirektor Sandriesser überzeugt. Er rechnet damit, dass die soziale Ungleichheit in Folge der Pandemie zunehmen wird. „Deshalb mag ich das Wort systemrelevant nicht. Es gibt keine irrelevanten Menschen. In jeder Familie ist der Vater oder die Mutter, der/die seinen/ihren Job verliert, systemrelevant!“

Gute Jobchancen im Sozialbereich

Die hohe Arbeitslosigkeit könnte eine Chance für die Pflege sein, die unter einem akuten Fachkräftemangel leidet. Die Caritas-Schulen, an denen es noch freie Plätze für das kommende Schuljahr gibt, bereiten auf soziale Berufe vor und bilden mit Fach-/Diplomsozialbetreuer in der Altenarbeit inklusive Pflegeassistenz und Fach-/Diplomsozialbetreuer in der Behindertenbegleitung die Fachkräfte von morgen aus. Wer Erfahrungen im Sozialbereich sammeln will, ist aber auch als Zivildiener bei der Caritas willkommen.

100-Jahr-Jubiläum

Caritasdirektor Sandriesser kann sich bei der Arbeit für die Menschen auf über 900 hauptamtliche Mitarbeiter verlassen. Mit Blick auf das 100-Jahr-Jubiläum, das im kommenden Jahr gefeiert wird, sagt er: „Seit 99 Jahren stehen wir auf der Seite der Menschen, die sich selber nicht helfen können. Die Problemlagen und die Ursachen für die Not ändern sich wie im letzten Jahr die Unwetteropfer in Oberkärnten.“

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