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11.12.2017 - 12:30Klagenfurt wird von Radlobby gelobt
Politik - Kärnten
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Masterplan zur Radmobilität

Radlobby Kärnten fordert „Verdopp­lung des Radverkehrs bis 2030“

Kärnten – Die Radlobby Kärnten begrüßt die Bemühungen des Landes Kärntens zur Erarbeitung eines Radmasterplans für Kärnten mit Stakeholder-Beteiligung sehr. Eine fundierte und weitreichende Strategie, um Radfahren in Kärnten attraktiver zu machen, sei allerdings dringend nötig, da Kärnten sowohl bei der Nutzung des Fahrrades als auch bei anderen alternativen Mobilitätsformen österreichweites Schlusslicht sei. 

 2 Minuten Lesezeit (355 Wörter) | Änderung am 19.06.2020 - 21.19 Uhr

Der vom Land Kärnten präsentierte Masterplan “Radmobilität 2025” entspricht aus Sicht der Radlobby Kärnten diesen Ansprüchen nur in geringem Maß. Eine aktuelle Erhebung des Modal-Splits in Kärnten
fehle genauso wie nähere Untersuchungen zum Rad-Nutzungsverhalten der KärntnerInnen. „Es werden weder quantitative noch qualitative Ziele für das Jahr 2025 (z.B. Anteil des Radverkehrs am
Gesamtverkehrsaufkommen, Ausbaugrad des Radwegenetzes, etc.) festgehalten“, heißt es in einer Stellungnahme der Radlobby Kärnten.

„Unzureichendes Budget und vage formulierte Maßnahmen“

Die Radlobby Kärnten begrüßt in der Aussendung die Neuerung, dass mit den angekündigten 2 Millionen Euro Jahresbudget erstmals ein derartiger Fixposten für den Radverkehr vorgesehen sei. Dies würde aber bei Weitem nicht ausreichen, um Kärnten zu einem wirklichen Radland zu machen. „Als Richtwert sind dafür nämlich ca. 30 Euro pro Einwohner und Jahr nötig, was für Kärnten ein Radbudget von 15 Mio. Euro pro Jahr bedeuten würde“, erklärt Mark Richter, Obmann der Radlobby Kärnten.

Ziel: Verdopplung des Radverkehrs bis 2030

Um die positiven Ansätze des Masterplans Radmobilität 2025 rasch und gezielt zur Umsetzung zu
bringen, fordert die Radlobby Kärnten als Interessensvertretung des Radverkehrs die gesamte
Landesregierung auf, die Anstrengungen im Bereich Radverkehr deutlich zu intensivieren. Die
Zielsetzung muss lauten, den derzeitigen Radverkehrsanteil von 7 % bis zum Jahr 2025 auf 10 % und
bis 2030 auf 15 % zu erhöhen.

Forderungen der Radlobby

Um diese Ziele zu erreichen, schlägt die Radlobby Kärnten der Landesregierung als Ergänzung und Konkretisierung des Masterplans Radmobilität 2025 eine ganze Reihe an Maßnahmen vor, von denen die vier folgenden mit Priorität verfolgt werden sollten:

  • Anhebung des Gesamtbudgets für den Radverkehr auf 30 Euro pro EinwohnerIn und Jahr
  • Evaluierung und Anpassung des überregionalen Radwegenetzes und Schließung aller Radweg- Lücken bis 2025, bei fehlender Umsetzung bzw. Umsetzungsperspektive ist der Status eines überregionalen Radweges zurückzunehmen
  • Ergänzung des überregionalen Radwegenetzes, um hochwertige Schnellverbindungen zwischen allen Kärntner Ober-, Mittel- und Unterzentren herzustellen
  • Evaluierung aller Rückbaumöglichkeiten von überbreiten und mehrspurigen Landesstraßen  bis 2021 und Umnutzung der freiwerdenden Flächen zugunsten des Fuß- und Radverkehrs
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