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Aktuell - Kärnten
Die Wildkatze gilt in Österreich als
Die Wildkatze gilt in Österreich als "ausgestorben". Nun mehren sich jedoch die Sichtungen der leisen Waldbewohner. © Österreichische Bundesforste

Genanalyse bestätigt Rückkehr:

In Kärntner Wäldern gesichtet: Wildkatze kehrt zurück nach Österreich

Kärnten – Sie gilt in Österreich noch immer als „ausgestorben oder verschollen“. Doch nun machen regelmäßige Funde und Beobachtungen Hoffnung: Die Europäische Wildkatze erobert Österreich als Lebensraum wieder zurück. In Kärnten, Niederösterreich und Vorarlberg wurden Hinweise auf die Waldbewohner gefunden.

 2 Minuten Lesezeit (342 Wörter)

Seit 2009 sammelt der Naturschutzbund im Rahmen seiner „Koordinations- und Meldestelle Wildkatze“ Daten zu dem scheuen Tier. In den letzten Monaten mehrten sich die Hinweise auf die Anwesenheit der leisen Waldbewohnerin. In Niederösterreich und Kärnten konnten bereits zwei Tiere durch eine Genanalyse sicher als Wildkatze bestätigt werden. Besonders viele Hinweise sammelten der Naturschutzbund und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) in einem gemeinsamen Monitoring-Projekt in Niederösterreich. Weitere vielversprechende Hinweise kommen aus Kärnten und Vorarlberg. „Die Nachforschungen auf den Flächen der Österreichischen Bundesforste haben sich als Volltreffer herausgestellt. So viele Fotofallenbilder in so kurzer Zeit hatten wir noch nie von Wildkatzen!“, freut sich Naturschutzbund-Präsident Roman Türk. „Wir stehen für eine naturnahe Waldbewirtschaftung und setzen uns für den Erhalt der Artenvielfalt ein“, sagt Bundesforste-Vorstand Rudolf Freidhager. „Die Rückkehr der Wildkatze zeigt, dass auch im Wirtschaftswald Lebensräume mit einfachen Maßnahmen verbessert werden können und gefährdete Arten damit wieder ein neues Zuhause finden.“ Besonders wohl fühlt sich die Wildkatze in reich strukturierten und naturnahen Laub- und Mischwäldern, die ausreichend Versteckmöglichkeiten und Platz für die Mäusejagd bieten.

Kärnten mit Potenzial zur Wildkatzen-Heimat

Im Kärntner Rosental wurde Ende letzten Jahres eine wildfarbige Katze überfahren und die Koordinations- und Meldestelle informiert. Die genetische Untersuchung brachte nun die Bestätigung, dass es sich um eine Wildkatze handelte. Auch im Bundesforste-Revier Hermagor gelang heuer bereits eine Wildkatzen-Sichtung, bei der aussagekräftige Bilder entstanden.

Gemeinsam für Artenschutz und Lebensraum-Verbund

Unter diesem Motto arbeiten Naturschutzbund und Österreichische Bundesforste seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen. Aktuell lautet der Schwerpunkt „Für unsere wilden Katzen“, bei dem Naturschutzbund-Experten und ÖBf-Förster mittels Lockstöcken und Fotofallen nach Wildkatzen suchen. Im Rahmen der Kooperation entstand auch eine eigene Broschüre unter dem Titel „Aktiv für Wildkatzen“. Sie richtet sich an Forstleute, Landwirte und Jäger und gibt Tipps, wie das Lebensraumangebot für Wildkatzen in den heimischen Wäldern verbessert werden kann. Die Broschüre kann unter www.bundesforste.at/publikationen kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

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