fbpx

Zum Thema:

05.03.2021 - 21:42Sonnig, aber kühl: Dieses Wetter erwartet uns am Wochenende05.03.2021 - 21:23Gastgarten-Öffnung: „Vier von fünf Betriebe werden Minus erwirtschaften“05.03.2021 - 16:46Einsatz in St. Martin: „Brand­geruch kam aus einer Wohnung“05.03.2021 - 15:20Mehrere Feuer­wehren bei Dachstuhl­brand im Einsatz
Aktuell - Kärnten
Beim Kauf von Tanklöschfahrzeugen sollen nahmhafte LKW-Hersteller die Preise um bis zu 10 Prozent erhöht haben.
SYMBOLFOTO Beim Kauf von Tanklöschfahrzeugen sollen nahmhafte LKW-Hersteller die Preise um bis zu 10 Prozent erhöht haben. © 5min.at

Nach illegalen Preisabsprachen:

Kärntner Feuerwehren wollen LKW-Kartell klagen

Kärnten – Zahlreiche Kärntner Feuerwehren könnten beim Kauf von Tanklöschfahrzeugen zwischen 1997 und 2011 zum Opfer illegaler Preisabsprachen geworden sein. Nun wird eine Sammelklage vorbereitet, an der sich die Kärntner Gemeinden beteiligen können. 

 2 Minuten Lesezeit (303 Wörter) | Änderung am 20.06.2020 - 12.13 Uhr

Zahlreiche Kärntner Feuerwehren sollen Opfer von illegalen Preisabsprachen geworden sein, wie aus mehreren aktuellen Medienberichten hervorgeht. Laut einem Urteil der Europäischen Kommission sollen zwischen 1997 und 2011 namhafte LKW-Hersteller die Preise bei Tanklöschfahrzeugen um bis zu 10 Prozent erhöht haben. In Kärnten könnte das, wie der ORF Kärnten berichtet, 70 bis 80 Fahrzeuge betreffen.

Betroffene Gemeinden müssen sich Klage anschließen

Aktuell werde an einer Sammelklage gearbeitet. Ob sich die Kärntner Feuerwehren daran beteiligen, sei, laut dem Medienbericht des ORF, aktuell noch nicht gewiss. Da die Kärntner Feuerwehren keine eigene Rechtspersönlichkeit haben, müssten sich die betroffenen Gemeinden der Klage anschließen. Zwischen 7.000 und 10.000 Euro könnten die jeweiligen Feuerwehren zurückbekommen – abzüglich eines Erfolgshonorars für den Prozessfinanzierer.

Land Kärnten: Fellner unterstützt Sammelklage

Erzürnt über die illegalen Preisabsprachen zeigt sich Kärntens Feuerwehrreferent LR Daniel Fellner. „Es kann und darf nicht sein, dass Hersteller sich in krimineller Art und Weise auf Kosten engagierter Feuerwehrleute und Steuerzahler illegal bereichern“, unterstreicht Fellner, dass Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren mit Geld aus von Kameradinnen und Kameraden erarbeiteten Gemeinschaftskassen sowie über Subventionen von Land und Gemeinden finanziert werden. Daher schließe er sich der in Aussicht gestellten Sammelklage voll inhaltlich an. „Ich werde deswegen umgehend Feuerwehrverband, Gemeindebund und Gemeindeabteilung zu einem Abstimmungsgespräch einladen“, kündigt Fellner an.

Auch wenn es bei einem positiven Ergebnis der Klage Jahre dauern würde, um das zu viel gezahlte Geld zurück zu bekommen, gehe es hier ums Prinzip und auch um ein Zeichen nach außen. „Illegale Geschäftspraktiken von Konzernen und Großbetrieben, dürfen wir niemals akzeptieren. Dem müssen wir gemeinschaftlich einen Riegel vorschieben“, betont Fellner.

ANZEIGE
Feuerwehrreferent LR Daniel Fellner schließt sich der in Aussicht gestellten Sammelklage voll an.

Feuerwehrreferent LR Daniel Fellner schließt sich der in Aussicht gestellten Sammelklage voll an. - © LPD Kärnten/Walter Szalay

ANZEIGE