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Politik - Kärnten
Fordern zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Mitglieder der LGBTIQ*-Community in Kärnten: Hermann Bärntatz, Markus Unterdorfer Morgenstern, Petra Lausegger und Wolfgang Ottowitz (v.l.).
Fordern zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Mitglieder der LGBTIQ*-Community in Kärnten: Hermann Bärntatz, Markus Unterdorfer Morgenstern, Petra Lausegger und Wolfgang Ottowitz (v.l.). © NEOS Kärnten

Standort in Klagenfurt geplant:

NEOS fordern zentrale LGBTIQ-Beratungs­stelle in Kärnten

Kärnten – Im Zuge des Pride-Monats Juni haben die NEOS Kärnten vergangene Woche auf das Fehlen einer zentralen Beratungsstelle für die LGBTIQ*-Community in Kärnten aufmerksam gemacht.

 4 Minuten Lesezeit (579 Wörter)

„Noch immer gibt es ein hohes Maß an gesellschaftlicher als auch rechtlicher Diskriminierung. Gleichzeitig wächst die queere Community in Kärnten. Und eine übergeordnete, zentrale Beratungsstelle vermisse ich in Kärnten nach wie vor“, erläutert NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern in einer Aussendung.

„Zentrale Anlaufstelle wäre wünschenswert“

„In Villach und Klagenfurt gibt es zwar einzelne Beratungsstellen und Initiativen und jede für sich leistet ein hohes Maß an qualitativer Arbeit. Jedoch gibt es keine zentrale Anlaufstelle an die man sich wenden kann, die mit den Initiativen und Behörden vernetzt ist“, sagt der Villacher Wolfgang Ottowitz. Der gelernte Großhandelskaufmann bekennt sich offen zu seiner Polyamorie, ist in der LGBTIQ*-Szene gut vernetzt und wird sich künftig bei den NEOS für die queere Community engagieren. „Derzeit müssen sich Bürgerinnen und Bürger Beratungsangebote mühevoll selbst suchen, oft auch durch mehrere Anlaufstellen arbeiten, jede davon deckt nur Teilbereiche ab. Eine zentrale Anlaufstelle, die in allen Lebenslagen unterstützt und berät, wäre wünschenswert.“

NEOS fordern Kärntner Standort von Courage-Beratungsstelle

Konkret fordern die NEOS Kärnten einen Standort der vom Familienministerium geförderten Beratungsstelle Courage im südlichsten Bundesland. Ottowitz: „Derzeit hängt Kärnten am Standort Graz. Courage widmet sich seit 2002 mit mittlerweile fünf Standorten in Österreich mit einem breiten Netzwerk höchst engagiert und fachlich versiert genau all jenen Fragen und Herausforderungen, die der LGBTIQ*-Community im Alltag begegnen.“ NEOS Kärnten sei, laut der Aussendung, mit dem Leiter von Courage Österreich, Johannes Wahala, im Austausch und unterstütze die Pläne für Kärnten – denn Courage ist aus Eigeninitiative sehr bemüht, einen Standort in Kärnten zu schaffen. „Es gibt nun erste Gespräche mit dem Bund und auch dem Land Kärnten, da Courage einen Standort hier für nötig und sinnvoll erachtet“, informiert Ottowitz. Jedoch ist die tatsächliche Realisierung immer auch abhängig von Standort- und Budgetfrage.

Die Finanzierung des Projekts

Generell werden Beratungsstellen von Courage zu einem Drittel vom Bund gefördert. Ottowitz: „Zwei Drittel sind über Landes- und Stadtebene sowie diverse andere Stellen zu tragen. Wesentlich ist auch ein barrierefreier Standort, da es eine geförderte Initiative ist.“ Die Erstgespräche sehen eine Ansiedelung von Courage in der Landeshauptstadt Klagenfurt vor.

NEOS fordern rasche Realisierung

Umso wichtiger nun auch für Unterdorfer-Morgenstern, dass eine solche begrüßenswerte Entwicklung nicht aufgrund von Budget-Uneinigkeiten scheitert. „Es liegt bei Land und Stadt, ob diese wichtige Unterstützung für die LGBTIQ*-Community realisiert werden kann. Ich appelliere an Landeshauptmann Peter Kaiser und Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, diese sehr erfreulichen Entwicklungen wie wir NEOS weiter zu unterstützen und eine rasche Realisierung zu erreichen“, schließt NEOS-Landessprecher Unterdorfer-Morgenstern.

NEOS-Gemeinderat bringt Antrag für Regenbogenbank ein

Als sichtbares Zeichen der Freiheit und Toleranz werden in Österreichs Städten und Gemeinden verstärkt Regenbogenbänke im öffentlichen Raum platziert. In Kärnten ist dieses Symbol noch selten zu sehen; derzeit in Villach und Wolfsberg. „Es ist ein Trauerspiel, dass es in Zeiten, in denen wir alle von Freiheit, Demokratie und Liberalismus sprechen, in den Städten Kärntens nicht möglich ist, auch ein optisches Zeichen für mehr Toleranz und gegen Vorurteile zu setzen und damit Weltoffenheit und Vielfalt zu signalisieren“, ärgert sich der Spittaler NEOS-Gemeinderat Hermann Bärntatz. Deshalb wird er in der nächsten Gemeinderatssitzung am 30. Juni einen Antrag zur Aufstellung einer Regenbogenbank im öffentlichen Raum, im Stadtpark Spittal beim Springbrunnen, einbringen.

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