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Leute - Villach
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Die Stadt Villach entwickelt Maßnahmen:

„Gewalt gegen Frauen darf kein Tabu­thema sein“

Villach – Am Thema „Gewalt gegen Frauen“ beziehungsweise „häusliche Gewalt“ arbeitet die Stadt Villach, allen voran das Frauenreferat, seit vielen Jahren intensiv und mit großem Einsatz und Engagement. Aktuell wurde gerade ein interner Leitfaden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Magistrats aufgelegt, wie man potenziell betroffenen Bürgerinnen rasch und unbürokratisch helfen kann.

 2 Minuten Lesezeit (302 Wörter) | Änderung am 26.06.2020 - 10.16 Uhr

„Wir holen das Thema aus der Tabuzone und ergreifen die Initiative“, erklärt Vizebürgermeisterin und Frauenreferentin Gerda Sandriesser. Gemeinsam mit Bürgermeister Günther Albel, Magistratsdirektor Christoph Herzeg und der Frauenbeauftragten Marie-Theres Grillitsch wurde der Folder entwickelt, der in den Abteilungen des Magistrats aufliegt. Außerdem wird es demnächst Pocketcards – das sind kleine Folder im Scheckkartenformat – geben, worin alle Beratungs- und Hilfsangebote samt Telefonnummern zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ aufgelistet sind.

Präventionsarbeit sehr wichtig

Nach den schrecklichen Verbrechen im Bezirk will Sandriesser diese nun auch für die Allgemeinheit bereitstellen. „Wir werden die Kärtchen an leicht zugänglichen, von Frauen frequentierten öffentlichen Orten auflegen und denken auch an eine Kooperation mit innerstädtischen Betrieben.“ Gut 40 Plätze sind bereits anvisiert, wo die Kärtchen aufliegen werden. Die Botschaft, dass und wo es Hilfsangebote gibt, müsse unbedingt in der Gesellschaft ankommen. Sandriesser: „Stete Präventionsarbeit und das richtige Verhalten beim Erkennen prekärer Situationen sind die Grundlage, damit diese systematische Gewalt keine Chance mehr hat!“

FP-Nießner: „War längst überfällig“

„Es ist essentiell, dass gewaltbedrohte Frauen in öffentlichen Gebäuden Infos zu Hilfsangeboten erhalten“, kommentiert die Klubobfrau des freiheitlichen Gemeinderatsklubs Villach, Katrin Nießner, die kürzlich erfolgte Annahme ein bereits im März des Vorjahres diesbezüglich eingebrachter Antrags im zuständigen Ausschuss und bezeichnet diese als längst überfällig. „Den Betroffenen Wege aus der Gewaltspirale zu zeigen, liegt mir sehr am Herzen.“, so auch die freiheitliche Clubobfrau Katrin Nießner: „Mit der Erstellung von „Pocketcards“ seitens des Frauenreferats würde endlich die lang geforderte Informationsoffensive gestartet. Die Auflistung aller Beratungs- und Hilfsangebote samt Telefonnummern an die sich betroffene Frauen wenden können bezeichnet sie als wichtigen Schritt. Sie ist überzeugt davon, dass hiermit vielen Frauen ein neues Leben ohne Gewalt ermöglicht wird.

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