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Wirtschaft - Villach
SYMBOLFOTO © Bettina Nikolic

Behörden setzen verstärkte Maßnahmen

Covid-19 Regeln werden ignoriert: Gemeinde appel­­liert an Lokalgäste

Velden – Im Tourismusbereich flammen aufgrund der Corona-Maßnahmen immer wieder Diskussionen zwischen Gästen, Betriebsinhabern und dem Personal auf, denn nicht alle Gäste scheinen sich an die geforderten Maßnahmen zu halten. "Ich appelliere an die Bevölkerung und an alle Gäste, die gesetzlichen verordneten Regeln einzuhalten und Eigenverantwortung zu übernehmen", bittet Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk. 

 4 Minuten Lesezeit (505 Wörter) | Änderung am 24.06.2020 - 19.15 Uhr

Die gelockerten Maßnahmen der Bundesregierung in Bezug auf den Umgang mit der Gefahr einer Infektion mit COVID-19 sorgen in Velden für viele Diskussionen. Vor und in Lokalen komme es immer wieder zu großen Menschenansammlungen. „Viele unserer Gäste haben absolutes Verständnis für die neuen Regelungen. Sie reservieren Tische zeitgerecht vorab und halten sich an die Vorgaben. Man fragt bei Unsicherheit nach genaueren Informationen und genießt trotz der nötigen Einschränkungen eine schöne und entspannte Zeit am Wörthersee“, teilt die Villacher Tourismus GmbH in einer Aussendung mit. Allerdings gäbe es auch einige Gäste, welche die Maßnahmen nicht so vorbildlich einhalten.

Verstärkte Maßnahmen durch Behörden

So sollen sich viele Gäste in den Lokalen nicht um den einzuhaltenden Abstand kümmern, weder vor dem Lokal noch im Gastronomiebetrieb selbst. „Aufforderungen des Personals werden oftmals mit „wollt Ihr denn unser Geld nicht“ oder „habt Ihr das nicht mehr nötig“ kommentiert. Bei Erreichen der Sperrstunde wird diese provokant ignoriert, es gibt oftmals unschöne Diskussionen der Gäste mit den BetriebsinhaberInnen bzw. dem Personal“, heißt es in der Aussendung weiter. Sowohl die Gemeinde Velden als auch die Veldener Tourismus GmbH haben deshalb die Behörden, vor allem die zuständige Bezirkshauptmannschaft Villach, um Unterstützung gebeten.

Diese stehe bereits in engem Kontakt mit den betroffenen Verantwortlichen, der Gemeinde und Wirtschaftstreibenden. Man arbeite derzeit an einem Konzept, um die aktuelle Situation zu verbessern: Man will die Gäste noch besser informieren und auch durch Präsenz im Ort die BetriebsinhaberInnen und das Personal unterstützen, heißt es in einer Aussendung.

„Gesunder Hausverstand fehlt bei vielen Mitbürgern“

Sowohl Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk als auch Bernhard Pichler-Koban (GF Veldener Tourismus GmbH) sehen die aktuelle Situation sorgenvoll: Einerseits freue man sich über das Erwachen des Sommers am See und den damit verbundenen Gästen und lange erwarteten Umsätzen. Andererseits wisse man genau: das Risiko einer Neuinfektion sei gegeben, denn trotz Einhaltung der Maßnahmen in den Betrieben kümmere man sich im öffentlichen Raum kaum um Abstandregeln.

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Bürgermeister Ferdinand Vouk und Kulturreferent Dietmar Piskernik gratulieren Bernhard Teppan.

Bürgermeister Ferdinand Vouk und Kulturreferent Dietmar Piskernik gratulieren Bernhard Teppan. - © KK/Bolesch

„Der „gesunde Hausverstand“ fehlt leider bei vielen MitbürgerInnen, vor allem beim selbstbestimmten Verhalten im öffentlichen Raum. Wir wissen genau: Wenn etwas passiert und es in Velden durch die hohe Besucherfrequenz im Ort und dadurch vermehrten Kontaktpunkte auch eine mögliche Infektion geben sollte, dann SIND WIR DIE SCHULDIGEN!“, äußert sich Bernhard Pichler-Koban, Geschäftsführer der Veldener Tourismus GmbH, zu der Situation. Auch Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk appelliert an die Bevölkerung. „Bitte setzen wir das ALLES nicht aufs Spiel und so appelliere ich an die Bevölkerung und an alle Gäste, die unseren wunderschönen Ort besuchen, die gesetzlichen verordneten Regeln einzuhalten und Eigenverantwortung zu übernehmen, denn das Virus ist nach wie vor unter uns, es hat nichts von seiner Gefährlichkeit verloren und kann jederzeit wieder ausbrechen“, so Vouk abschließend.

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