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Politik - Kärnten
Für Beate Prettner sei es notwendig, alle Maßnahmen zu setzen, um Personen mit psychischen Erkrankungen frühzeitig und bestmöglich zu behandeln.
Für Beate Prettner sei es notwendig, alle Maßnahmen zu setzen, um Personen mit psychischen Erkrankungen frühzeitig und bestmöglich zu behandeln. © pixabay.com

Für mehr Kassenstellen und Therapien auf Krankenschein:

Psychotherapie: Kärntner Gesundheits­referentin fordert rasche Offensive

Kärnten – Immer öfter hört man von psychischen Erkrankungen, egal in welcher Altersgruppe. LHStv.in Beate Prettner äußerte sich in einer Aussendung vom heutigen Montag, dem 29. Juni, zu dem wichtigen Thema und will alle erforderlichen Maßnahmen setzen, um Betroffenen schnell und bestmöglich zu helfen.

 2 Minuten Lesezeit (308 Wörter)

„Psychische Erkrankungen nehmen rasant zu – sie betreffen mittlerweile alle Altersgruppen. Wir haben es de facto mit einer neuen Volkskrankheit zu tun. Daher ist es zwingend notwendig, alle Maßnahmen zu setzen, um die Betroffenen frühzeitig und bestmöglich zu behandeln“, betont Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Sie sei bereits an ÖGK-Obmann Matthias Krenn mit der dringenden Bitte herangetreten, eine diesbezügliche Offensive zu starten. „Notwendig sind zum einen mehr niedergelassene psychotherapeutische Kassenstellen, zum anderen Therapien auf Krankenschein – aber auch eine höhere Kostenrückerstattung“, so Prettner.

Ausbau des Stundenkontingents

Die Ankündigung von Krenn-Nachfolger Andreas Huss sei für Prettner erfreulich (er wird ab 1. Juli für ein halbes Jahr den ÖGK-Vorsitz übernehmen) wonach das Stundenkontingent um 20.000 Plätze ausgebaut werde. „In Anbetracht dessen, dass jeder einzelne zusätzliche Platz hilft, ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wermutstropfen ist allerdings, dass damit erst im Herbst 2021 gestartet werden soll“, so Prettner. Sie appelliert daher an Huss, mit der Offensive früher an den Start zu gehen. „Jeder Monat früher zählt. Die ÖGK würde damit Hunderttausenden Betroffenen helfen.“

Prettner: „Geringe Kostenzuschüsse müssen kompensiert werden“

Aktuell leisten die Kassen einen Kostenzuschuss, der je nach Kasse zwischen 28 und 50 Euro pro Einheit im Einzelsetting beträgt. „Das deckt teilweise nicht einmal die Hälfte der Kosten einer psychotherapeutischen Einheit, die im Schnitt zwischen 70 und 100 Euro kostet, ab“, weiß die Kärntner Gesundheitsreferentin. Wie Prettner erklärt, habe das Land selbst keine Einflussmöglichkeiten in das sozialversicherungsrechtliche Leistungswesen. Im Gegenteil: „Wir müssen dieses Manko so gut es geht kompensieren, indem wir mit Trägern wie pro mente entsprechende Verträge abschließen.“

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Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner appelliert an die ÖGK, so schnell wie möglich mit einer Offensive zum Ausbau der Angebote zu starten.

Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner appelliert an die ÖGK, so schnell wie möglich mit einer Offensive zum Ausbau der Angebote zu starten. - © Büro Beate Prettner

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