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Politik - Klagenfurt
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"Masterplan" für Ortskernlösung steht

Grüne/Seebacher fordert: „Ortskern beleben, nicht zubetonieren“

Keutschach – „Die Sorge, dass Keutschach jetzt um eine durchdachte Ortskernlösung umfällt, ist groß. Eigentlich haben wir einen fixfertigen Masterplan. Dieses Konzept wurde mit Bürgerbeteiligung extra für unseren Ortskern erstellt. Jetzt steht im Raum, das alles, was erarbeitet wurde, einfach ignoriert wird", kritisiert Dorothea Seebacher, Gemeinderätin der Grünen in Keutschach am See. 

 2 Minuten Lesezeit (343 Wörter)

„Morgen soll in der Gemeinderatssitzung einfach eine Straßensanierung beschlossen werden. Da frage ich mich schon, was man damit bezwecken will? Was soll so entwickelt werden? Wohin soll das führen“, will Dorothea Seebacher, Gemeinderätin der Grünen in Keutschach am See bei der morgigen Gemeinderatssitzung von SPÖ-Bürgermeister Karl Dovjak wissen.

„Konzept steht, Es muss nur angewandt werden“

„Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein lebendiges, attraktives Ortszentrum entstehen soll, wenn man einfach durchasphaltiert – auch wenn man einen Gehweg berücksichtigt“, ärgert sich Seebacher. Im Jahr 2016 wurde laut der Gemeinderätin das Atelier für Architektur mit Thomas Pilz und Christoph Schwarz beauftragt, einen Masterplan zur Ortskernbelebung mittels Bürgerbeteiligung zu erstellen. Ein wesentliches Ziel sei dabei gewesen, den Ortskern zu beleben. „Mit Plätzen, auf denen man verweilen möchte. Mit Gehwegen. Mit Fahrradwegen, damit die Räder neben den Autos auch ihre Berechtigung haben. Kurz eine Begegnungszone sollte entstehen“, weiß Seebacher.

„Ort der Begegnung schaffen“

„Was ist jetzt davon übrig? Menschen sollten im Ort zusammenkommen können – das erfordert eine Platzgestaltung. Was mir außerdem aufstößt: attraktive Orte wie der Schlossteich werden nicht in die Pläne einbezogen. So eine Platzplanung und auch eine Asphaltierung macht man ja nicht ständig. Das bleibt uns jetzt wieder über Jahre – da wäre es schon recht, wenn man sich genau überlegt, was für die Zukunft von Keutschach sinnvoll ist“, sagt Seebacher, die sich den mangelnden Willen des Bürgermeisters, den Masterplan umzusetzen, nicht erklären kann.

„Die finanziellen Mittel sind gegeben“

„Am Geld kann es nicht liegen. Die Gemeinde Keutschach erwirtschaftet allein durch den Pyramidenkogel einen Gewinn von einer Million Euro – und das jährlich, beginnend mit dem Jahr 2013. Jetzt wäre es an der Zeit, dieses Geld im Sinne der Bürger sinnvoll, nachhaltig und zukunftsträchtig zu investieren und nicht für eine Sanierung ohne Plan zu verwenden. Da könnte man das Geld auch in einen der vier Seen leeren – das hätte einen ähnlichen Effekt“, so Seebacher abschließend.

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