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Aktuell - Villach
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Die Sprache der Diebe

Geheimcodes der Einbrecher: Leserin warnt vor „Gauner­zeichen“

Villach/St. Georgen – Durch sogenannte "Gaunerzinken" kommunizieren Kriminelle oft miteinander. Die Zeichen sehen aus wie Kinderkritzeleien und haben verschiedene Bedeutungen. Eine aufmerksame Leserin hat solche Zeichen kürzlich bei ihrer Mutter in St. Georgen entdeckt und möchte andere nun warnen.

 3 Minuten Lesezeit (375 Wörter) | Änderung am 02.07.2020 - 20.15 Uhr

Ein Kreuz, ein Kreis, ein Dreieck, oder Schlangenlinien – die unscheinbaren Kritzeleien auf Hausmauern oder Türen sehen auf dem ersten Blick meist harmlos aus. Doch Einbrecher benutzen solche Symbole oft, um miteinander zu kommunizieren. So geben die Zeichen zum Beispiel Auskunft darüber, welche Beute es zu holen gibt, ob eine ältere Person in dem Haus lebt oder ob die Bewohner vielleicht gerade vereist sind. Heutzutage werden laut dem Bundeskriminalamt aber nur noch gelegentlich Markierungen entdeckt, denn diese Methode der Kommunikation gilt aufgrund der Digitalisierung als überholt.

Leserin warnt: „Diebesbande soll keine Chance haben“

Eine Leserin, die jedoch genau solche Zeichen beim Haus ihrer Mutter in St. Georgen entdeckt hat, meldete sich kürzlich bei uns. Sie möchte andere Bewohnerinnen und Bewohner vor möglichen Einbrechern warnen. „Die Mülltonne war voller Symbole. Es dürfte über Nacht passiert sein, denn am Vortag war noch nichts zu sehen“, schildert die Leserin. Laut ihr wurde auch die Polizei bereits verständigt. „Die Diebesbande soll keine Chance haben. Die Leute sollen bitte auf ihr Hab und Gut acht geben“, so die Leserin.

Wichtige Tipps: So schützt du dich vor Einbrechern

Das Bundeskriminalamt gibt an, dass besonders zur Urlaubszeit im Hochsommer die Einbruchsdelikte jedes Jahr leicht ansteigen. Folgende Tipps sollte man aber immer befolgen, um Einbrechern die Tat zu erschweren:

  • Einbruchshemmende Außentüren und Fenster können schützen. Erkundige dich bei deiner Gemeinde bezüglich Förderungen.
  • Alarmanlagen können eine sinnvolle Ergänzung zu einbruchshemmenden Türen und Fenstern sein.
  • Verschließe alle Türen, bevor du das Haus oder die Wohnung verlässt, nütze die bereits vorhandenen Schlösser auch zum Kellerabteil, Garage oder Fahrradabstellraum. Schließe auch alle Fenster – niemals gekippt lassen!
  • Personen, die sich verdächtig verhalten, indem sie Häuser beobachten oder fotografieren solltest du der Polizei unverzüglich unter der Notrufnummer 133 melden. Auch wenn es sich um keine strafbaren Taten handelt, kann die Information für die Polizei nützlich sein.
  • Bitte Nachbarn oder gute Bekannte, bei längerer Abwesenheit regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Briefkasten leeren lassen und Zeitungsabo abbestellen nicht vergessen!

Verdächtige Wahrnehmungen bezüglich Markierungen meldest du am besten bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle oder auf www.gemeinsamsicher.at.

 

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