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Wirtschaft - Kärnten
Günther Goach & ReferentInnen
Günther Goach & ReferentInnen © Helge Bauer, AK Kärnten

AK-Rechtsschutzbilanz von 2019:

42,9 Millionen Euro für Kärntner Arbeitnehmer erkämpft

Kärnten – Die AK Kärnten setzt sich seit Jahrzenten für die Rechte der Arbeitnehmer ein. 2019 wurden sieben Millionen Euro im Arbeitsrecht und 27,5 Millionen Euro im Sozialrecht erstritten. 8,4 Millionen Euro wurden für 913 Insolvenzopfer im Jahr 2019 geltend gemacht.

 3 Minuten Lesezeit (419 Wörter)

„86.229 Mal standen die AK-Experten Arbeitnehmern vergangenes Jahr zur Seite. Am Häufigsten wurde zu den Themen Entgelt, Einstufung und Abrechnung beraten“, hob AK-Präsident Günther Goach Zahlen aus der AK-Rechtsschutzbilanz hervor. 86.229 Mal suchten Kärntner Arbeitnehmer im vergangenen Jahr Rat und Hilfe im Arbeits-, und Sozialrecht der AK sowie beim Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen (ISA): 60.340 Mal telefonisch, 22.931 persönlich und 2.958 schriftlich wurde in der AK in Klagenfurt sowie in den weiteren sechs AK-Bezirksstellen beraten.

2019 mehr Beratungen als 2018

„Wir haben 2019 um 4.314 Beratungen mehr verzeichnet, als im Jahr 2018. Das zeigt, dass der kostenlose Rechtsschutz stärker denn je gebraucht wird“, erklärte Goach. Besonderes augenscheinlich in der Vorjahresbilanz war der Anstieg der Sozialrechtsklagen. „Wir verzeichneten im Vorjahr insgesamt 1.119 abgeschlossene Klagsfälle. Das sind um 150 mehr, als noch im Jahr 2018“, hob Susanne Kißlinger, Leiterin des Arbeits- und Sozialrechts eine Zahl aus der Statistik hervor.

AK hilft bei Vertragsprüfungen

Die Top-Beratungsthemen 2019 umfassten Überprüfungen von Abrechnungen sowie Einstufungen. „Aus unserem Beratungsalltag heraus zeigt sich vor allem: Bevor man einen Arbeitsvertag abschließt, ist die eingehende Prüfung der Vertragsklauseln unumgänglich, um etwaige benachteiligende Bedingungen auszuschließen bzw. diese, wenn notwendig, mit dem künftigen Arbeitgeber neu zu verhandeln“, erklärte Kißlinger und betonte: „Aber auch hier können sich verunsicherte Arbeitnehmer an uns wenden. Wir sind bei der Vertragsprüfung behilflich.“

Arbeits-, und Sozialrechte wurden erfolgreich durchgesetzt

2019 wurden 2.888 Arbeitsrechtsakten positiv erledigt. 967 Mal davon wurde der Klagsweg erfolgreich beschritten und somit 4,2 Millionen Euro für Kärntens Arbeitnehmer erkämpft. 1.921 Mal setzten sich die AK-Experten per Intervention beim Arbeitgeber ein. Eine Summe von 2,8 Millionen Euro konnte somit für die Beschäftigten zurückgeholt werden. Das Sozialrecht vertrat im vergangenen Jahr 1.119 Klagsfälle vor Gericht. Davon wurden 528 positiv abgeschlossen und 27,5 Millionen Euro erstritten. Außerdem wurden 1.334 neue Klienten von den AK-Sozialrechtsexperten vertreten.

Firmeninsolvenzen unverändert hoch

325 Insolvenzfälle mit 913 Dienstnehmern bearbeitete der Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen (ISA) 2019 – „Damit schlitterten nicht nur acht Unternehmen mehr in die Insolvenz als 2018, sondern auch 67 Arbeitnehmer“, erklärte der neue Referatsleiter des Insolvenzschutzverbandes, Herbert Diamant. Die größte Insolvenz betraf im Vorjahr die „a. zoppoth haustechnik gmbh“ mit 174 Mitarbeitern.

Die Top 5 der persönlichen Beratung 2019

Das Thema „Auflösung des Arbeitsverhältnisses“ mit 5.666 Beratungen wurde voriges Jahr nur von der Beratung zu „Entgelt, Einstufung und Abrechnung“ mit 5.777 Anfragen übertroffen. 2.135 Mal wurde eine Auskunft zu „Karenz und Kinderbetreuungsgeld“ gegeben. Je 978 Mal wurden die AK-Experten zum Thema „Dienstvertrag“ und „Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension“ kontaktiert.

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AK-Rechtsschutzbilanz 2019 (Günther Goach)

AK-Rechtsschutzbilanz 2019 (Günther Goach) - © Helge Bauer, AK Kärnten

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