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Politik - Kärnten
© LPD Kärnten/Janach

„Brücken bauen – gradimo mostove“

Hoher Besuch: Ministerin für Auslands­slowenen zu Gast in Kärnten

Klagenfurt – Hoher Besuch in der Kärntner Landesregierung: Die zuständige slowenische Ministerin für Auslandsslowenen, Helena Jaklitsch, wurde heute, Donnerstag, von Landeshauptmann Peter Kaiser und Landtagsabgeordneter Ana Blatnik zum Antrittsbesuch in der Kärntner Landesregierung empfangen.

 4 Minuten Lesezeit (549 Wörter) | Änderung am 02.07.2020 - 18.14 Uhr

Begleitet wurde Ministerin Helena Jaklitsch von Dejan Valentinčič, Staatssekretär im Ministerium, und Generalkonsul Anton Novak. Jaklitsch wurde im März diesen Jahres angelobt. Die Historikerin und Soziologin hat über slowenische Flüchtlinge in Österreich und Italien nach dem Zweiten Weltkrieg promoviert. Jaklitsch bedankte sich herzlich für die Einladung zu diesem produktiven Gespräch.

„Brücken bauen – gradimo mostove“

Äußerst interessiert zeigte sich Jaklitsch in dem freundschaftlichen Gespräch von den Projekten und Feierlichkeiten im Rahmen der CARINTHIja 2020. Die guten Beziehungen zwischen Kärnten und Slowenien würden auch anhand gemeinsamer Projekte im Jubiläumsjahr deutlich werden, betonte Kaiser. Besonders hervorgestrichen wurde von ihm das Projekt „Brücken bauen – gradimo mostove“. „Aus der Vergangenheit lernen und die Zukunft gestalten ist der Schwerpunkt aller drei Säulen die dieses Jubiläumsjahr tragen“, betonte der Kärntner Landeshauptmann und sprach kurz über die Mobile Aussellung, die 89 Projekte sowie über die Feier am 10. Oktober zu der sowohl der österreichische Bundespräsident als auch der slowenische Staatspräsident eingeladen sind.


Lob für die Planung des Jubiläumsjahres und die Einbeziehung der Volksgruppe gab es von Seiten der Ministerin. „Für die Volksgruppe ist es sehr wichtig, dass sie sich eingeschlossen und gleichberechtigt fühlt“, so Jaklitsch. Das Jubiläumsjahr sei aber auch eine gute Möglichkeit, um noch offene Fragen zu klären. Konkret sprach Jaklitsch zweisprachige Schul- und Elementarpädagogik- sowie Nachmittagsbetreuungsangebote in Kärnten an, welche die Weitergabe der Sprache garantieren sollen. „Es ist wichtig, dass Strategien für die zweisprachige Bildung entwickelt und möglichst rasch umgesetzt werden. Die Situation der Volksgruppe verbessert sich, aber der in den vergangenen Jahren angerichtete Schaden ist groß“, so Jaklitsch. Die slowenische Volksgruppe hat ein Recht, vom Land Kärnten ganzheitlich unterstützt zu werden, und meinte damit beispielsweise die Eröffnung einer dritten Gruppe im zweisprachigen Hort in Ferlach.

Zweisprachigkeit fördern

„Die Frage des Spracherwerbs ist für mich eine sehr wichtige“, entgegenete Kaiser. Unter dem Titel „Sprachpädagogische Professionalisierung von zweisprachigen Elementarpädagoginnen“ laufe derzeit beispielsweise ein Forschungsprojekt des Landes Kärnten und der Alpen Adria Universität. Ziel ist, die Quantität und Qualität des sprachlichen Inputs in zweisprachigen Kindergärten zu beobachten, zu analysieren und zu verbessern. Zudem werden zweisprachige Kindergärten mit einem entsprechenden Fonds unterstützt. Bei den Kinderkrippen allerdings seien hauptsächlich die privaten Anbieter gefordert. Eine Möglichkeit der Verbesserung ortet Kaiser in dem Vorhaben, künftg zweisprachige Tagesmütter zu fördern. Zudem habe Kärnten mit dem Kinderstipendium ein soziales System geschaffen, das es jedem Kinder ermöglichen sollte, eine elementarpädagogische Betreuungseinrichtung zu besuchen.

Unterstützung für „EUROPEADA“

Angesprochen auf die Aufstockung der finanziellen Mittel für die Volksgruppe sowie die Finanzierung der Kulturhäuser in Kärnten betonte Kaiser, dass diese Forderungen natürlich auch in seinem Sinne sei und er sich auch weiterhin bei der Bundesregierung dafür einsetzen werde. Zudem berichtete er von zwei aus dem Gemeindereferat geförderten Bauprojekten. Auch die aufgrund der Corona-Krise verschobene EUROPEADA im Jahr 2021 werde Kärnten entspechend finanziell unterstützen.

Zweisprachig trug sich Jaklitsch abschließend in das Gästebuch der Kärntner Landesregierung ein, und bedankte sich abermals für die Bemühungen des Kärntner Landeshauptmannes um die slowenische Volksgruppe.

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