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Schulterschluss mit der Steiermark

AKW Krško: Kärnten gegen Lauf­zeit­ver­längerung

Kärnten – Einen Schulterschluss zwischen Kärnten und der Steiermark gibt es bezüglich dem geplanten Trockenlagerstandort des AKW Krško.

 3 Minuten Lesezeit (371 Wörter) | Änderung am 03.07.2020 - 14.02 Uhr

Die beiden für Umweltangelegenheiten zuständigen Landesrätinnen Sara Schaar (Kärnten) und Ursula Lackner (Steiermark) sprechen sich klar für die Beteiligung Österreichs am grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) bezüglich des geplanten Trockenlagers am slowenischen AKW-Standort Krško aus und haben dies auch beim zuständigen Bundesministerium bekanntgegeben.

Genehmigungsplanung wird zugänglich gemacht

„Wir begrüßen, dass Slowenien der Forderung nach einem grenzüberschreitenden UVP-Verfahren für die Lagerung der Brennelemente am geplanten Trockenlagerort Krško nachkommt. Damit kann sichergestellt werden, dass die Genehmigungsplanung samt Umweltbericht der österreichischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird“, betonen Schaar und Lackner. Auch werden die eingebrachten Stellungnahmen übermittelt und bilaterale Fachkonsultationen durchgeführt.

Gegen zusätzlichen Reaktorblock

Beide Bundesländer haben sich zudem bereits mehrfach gegen eine Verlängerung des Betriebes bzw. die Errichtung eines zusätzlichen Reaktorblocks ausgesprochen. „Wir sind in der Vergangenheit aus hinlänglich bekannten Gründen immer wieder für die Schließung des AKW Krško eingetreten. Im Falle einer Laufzeitverlängerung des bestehenden Kraftwerkes fordern wir ausdrücklich eine Umweltverträglichkeitsprüfung“, so die beiden unisono.

Darmann: „Tickende Zeitbombe“

Der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann übt scharfe Kritik an den Plänen Sloweniens, in der Nähe des Risiko-Reaktors Krsko ein Atommülllager (Trockenlager) zu errichten. „Ein neues Lager für verstrahlten Atommüll in Krsko ist genauso gefährlich wie das Atomkraftwerk selbst, wenn es in der Region zu Erdbeben kommt“, gibt Darmann zu bedenken. Für ihn sei das AKW Krsko eine tickende Zeitbombe. „Die Diskussion um ein neues Atommülllager muss daher schon viel früher ansetzen, indem man das bestehende Atomkraftwerk ehestmöglich schließt und erst recht keinen zweiten Reaktor baut“, erklärt der FPÖ-Chef, welcher die EU auffordert, Slowenien beim raschen Ausstieg aus der Atomkraft und der Forcierung erneuerbarer Energieformen zu unterstützen.

Benger: „Klares Ziel ist die Schließung des AKW“

Auch der ÖVP-Energie- und Umweltsprecher Christian Benger meldet sich zu Wort: „Die Beteiligung Österreichs am UVP-Verfahren für ein Trockenlager für Brennelemente des Atomkraftwerks in Krško ist ein erster Schritt. Klares Ziel der ÖVP ist die Schließung des AKW. Sowie auch ein klares Bekenntnis zur Förderung von alternativer Energie […].“

 

 

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