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Politik - Kärnten
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Mobilitätsumfrage bestätigt:

„Es braucht mehr Investitionen in den Öffentlichen Ver­kehr“

Kärnten – Birgit Starmayr vom Market-Institut und Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig präsentierten am Donnerstag, dem 9. Juli 2020, die Ergebnisse der Mobilitätsumfrage in einer Pressekonferenz. „Das Ergebnis: Nur knapp 23 Prozent der Kärntner Bevölkerung nutzen Bus und Bahn regelmäßig. Diesen Anteil wollen wir jedenfalls erhöhen, um den Klimaschutz in Kärnten voranzutreiben“, so Schuschnig.

 2 Minuten Lesezeit (317 Wörter)

Über 1.000 Kärntnerinnen und Kärntner ab 15 Jahren wurden bei der bisher größten kärntenweiten repräsentativen Mobilitätsumfrage zum Öffentlichen Verkehr (ÖV) befragt. Das Market-Institut wurde im Rahmen des ÖV-Reformplans 2020plus mit der Umfrage beauftragt. „Ich wollte ein ehrliches, faktenbasiertes und ungeschöntes Meinungsbild der Kärntnerinnen und Kärntner haben“ so Schuschnig. „Das Ergebnis zeigt, dass wir verstärkt in den Ausbau der Angebotsqualität investieren müssen, wenn wir wollen, dass mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen.“

„70 Prozent bleiben beim Auto“

Starmayr vom Market-Institut hob hervor: „Nur 23 Prozent der Befragten nutzen mehrmals monatlich öffentliche Verkehrsmittel. 70 Prozent bleiben beim Auto.“ Nicht die tarifliche Situation oder landesweite Ermäßigungen seien zentral, „sondern ein besseres Angebot. Schlechte Verbindungen sind die größte Barriere“, so Starmayr. „Wenn über 80 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner sagen, wir müssen mehr in das Angebot von Bus und Bahn investieren, ist das ein klarere Auftrag“, betonte Schuschnig und ergänzte: „Hierfür wird es jedoch auch Unterstützung durch die Verkehrsministerin brauchen.“ Mit dem 1-2-3-Ticket sei die Bundesregierung bereits auf einem guten Weg, jedoch dürfe dieses nicht scheibchenweise umgesetzt werden. „Es braucht von Beginn an auch die Umsetzung der landesweiten Tickets“, forderte Schuschnig.

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LR Sebastian Schuschnig

LR Sebastian Schuschnig - © Büro LR Schuschnig

S-Bus-Konzept ab September

Besonders für Pendler in den Zentralraum sei, so zeige die Umfrage, die Fahrzeit mit dem Öffentlichen Verkehr zu lange. Schuschnig kündigte daher an, für Pendlerinnen und Pendler ab September ein S-Bus-Konzept umzusetzen. Weiters werden bereits ab 2021 verstärkt Mittel für die Regionalbusse eingesetzt. Stärker verschränkt werden die Bereiche Radverkehr, Tourismus und Öffentlicher Verkehr und das Schienenverkehrs- sowie Busangebot wird speziell fürs Radfahren erweitern. „Der Freizeit und Radsprinter Hohe Tauern und der Petzensprinter seien zwei neue Angebote, die wir gemeinsam mit dem ÖBB rechtzeitig zum Start der Sommersaison erreicht haben“, so Schuschnig.

 

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